28. Juni 2007

Jeju-do UNESCO-Weltkulturerbe


Vor ein paar Tagen waren wir noch dort, schon wurden große Teile von Jeju-do zum Weltkulturerbe deklariert. Die UNESCO hat allerdings vor allem die Vulkanlandschaften dort als schützenswürdig erkannt.
Quelle: Korea.net

27. Juni 2007

It's a ... Samsung!

Samsung ist das größte Unternehmen hier in Korea und gehört zu dem elitären Club der Unternehmen, die innerhalb eines Jahres über 10 Milliarden USD Gewinn gemacht haben (2005). Das letzte Jahr war nicht ganz so erfolgreich, vor allem wegen weltweit fallender Margen im Unterhaltungselektronik- und Halbleiterbereich. Jahrelang hat Samsung eine Verfolgungsjagd mit Sony gefochten und das Vorbild schließlich auch überholt. Dies vor allem durch das rasche Nachahmen erfolgreicher Produkte anderer Hersteller (als sogenannter "fast follower") und Beherrschen effizienter Produktionstechnologien. Bei DRAM-Chips soll vor allem ein Vorsprung durch höhere Ausbeute ("Yield") pro Silikonwafer gegenüber der Konkurrenz herausgearbeitet worden sein. Nun, da die Konkurrenz abgehängt ist (was vor allem auf die Konzentration auf Digitaltechnologie unter dem Slogan "DigitAll" zurückzuführen sein soll), fehlt allerdings die Orientierung. Beratungsunternehmen hier berichten von hohem Interesse an Innovationsthemen in Consultingprojekten. Erfolgreicher "First mover" zu werden, ist halt nicht ganz so einfach.

Wir hatten neulich die Möglichkeit, Samsungs Zentrale in der Nähe von Seoul zu besuchen. Die Verschiedenartigkeit der Produkte, die Samsung herstellt, ist beeindruckend. Hier einige davon: Fernseher, Computer, MP3-Player, Digitalkameras, Speicherchips, Mobiltelefone, Waschmaschinen, Kühlschränke, Klimaanlagen und so weiter - die Liste ist schier endlos. Auch gehören Produkte wie elektrische Toiletten oder Militärroboter (s. Meldung von ABC) dazu. Interessanterweise verfolgt Samsung - anders als im Rest der Welt - hier in Korea eine Mehrmarken-Strategie und verkauft Handies unter dem Namen Anycall, Fernseher unter dem Namen PAVV, weiße Ware als ZIPEL und Hauzen und so weiter. Warum das so ist, konnte uns bisher allerdings trotz Nachfrage noch niemand erklären. Na, ein paar Geheimnisse soll man ja immer für sich behalten.

Ein Platz an der Sonne

Sonnige Zeiten für Regenschirmhersteller in Korea. Trotz Temperaturen um die 30 Grad trägt dame einen Regenschirm. Natürlich, um die schöne weiße Gesichtsfarbe zu schützen. Klingt komisch, ist aber so. Hierzulande werden auch Kosmetika verkauft, welche die Haut heller werden lassen, indem die Melanin-Produktion gehemmt wird. Der koreanische Hersteller Laneige verkauft solche Produkte unter dem Namen 'Star White'. Auch der deutsche Hersteller Beiersdorf will da nicht nachstehen und bringt mit Nivea Hautaufheller für Männer in Asien. Grund für das Interesse der Konsumenten ist die hierzulande verbreitete Auffassung, dass dunkle Haut ein Zeichen für manuelle Arbeit im Freien ist. Das war bei uns früher ja auch so. In Korea arbeiten immer noch mehr Menschen in der Landwirtschaft (6,4%) als bei uns (2,8%).

21. Juni 2007

DOs and DON'Ts in Korea

Nur allzu wahr - aus unserem Kulturkreis kommend, kann man in Korea eine Menge Fehler machen. Einige Tips in Form von DOs and DON'Ts hat Communicaid zusammengestellt. Prädikat: Zur ersten Orientierung geeignet.

20. Juni 2007

Besuch bei Samsung


Wir haben heute einen Besuch in der Samsung-Zentrale in Suwon nahe Seoul gemacht. Ein Gang durch den Showroom mit aktuellen Produkten, experimentellen Handies (z. B. das Matrix-Ding), zwei Meter breiten Fernsehern, Kühlschränken mit eingebautem Tablett-PC, verwirrten Staubsauger-Robotern und so weiter, dann eine Reise in die Unternehmensvergangenheit beim Weg durch das Hausmuseum. Hört sich vielleicht spektakulärer an, als es tatsächlich war.

Auch das passiert


Jin-A kann nicht mehr krauchen. Ob das jetzt vom vielen Stehen in der Kochschule kommt oder eine Spätfolge davon ist, dass uns letzte Woche auf der Rückfahrt von Jeju-do jemand auf den Wagen aufgefahren ist, weiß man nicht. Fakt ist, es tut sauweh und sie kann nicht mehr lange stehen. Deshalb haben wir heute Abend eine Odyssee durch die Warteräume der Emergency Rooms zweier Krankenhäuser in Seoul gemacht. Das Yonsei Severance Hospital lag am nächsten und hat auch mit den besten Ruf hier in Seoul, daher sind wir zunächst mal dorthin. Diesem Ruf folgten aber auch eine ganze Menge anderer Leute, so dass wir stattdessen in das Seran General Hospital geschickt wurden. Drei Röntgenaufnahmen später (siehe oben) wurde unsere ursprüngliche Vermutung, dass es sich um einen eingeklemmten Nerv handeln dürfte, übernommen und mit einer Spritze in den Allerwertesten belohnt. In den nächsten drei Tagen heisst es: Pillen schlucken, viel liegen und dann mal weitersehen. Gute Besserung! Übrigens war die Behandlung ausgezeichnet in beiden Krankenhäusern, allerdings wären wir ohne Jin-As Sprachkenntnisse ziemlich aufgeschmissen gewesen, denn nach vier Uhr nachmittags wird kein Englisch mehr gesprochen.

16. Juni 2007

Besuch der DMZ


Wir sind diesen Samstag gemeinsam an die Demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea gefahren. Das hat den ganzen Tag gedauert, da wir vier verschiedene Orte besichtigt haben: den Infilitrationstunnel, die Aussichtsplattform an der Grenze, die neugebaute Eisenbahnbrücke und schließlich die JSA (Joint Security Area). Letztere ist am bekanntesten aus Film und Fernsehen. Insgesamt wohl kein unbedingtes Muss für Touristen, aber bei mir als Deutschem werden da dort doch einige Erinnerungen wach. Ich würde gerne nach Nordkorea reisen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie es dort aussieht. Über China kommend, wäre das sogar möglich.
Zu den Bildern von der DMZ

10. Juni 2007

Schönen ersten Schultag, Jin-A!


Jin-A hat morgen ihren ersten Schultag im Seoul Culinary Institute, in dem sie lernen wird, wie man leckere asiatische Leckereien zubereiten wird. Nicht, dass sie das nicht schon irgendwie könnte, aber DIE Art von Speisen beherrscht sie bisher noch nicht. Ein guter Grund also. Klingt mysteriös? Gut! Denn zuviel verraten will ich hier nicht, das kann sie bei Gelegenheit ja selber machen. Ich jedenfalls freue mich. Erstens für sie, zweitens und drittens für mich, denn vielleicht bringt sie ja manchmal etwas Arbeit mit nach Hause...

6. Juni 2007

Jejudo ist nicht der Ballermann


Auch, wenn uns vieles hier an Mallorca erinnert: dort sind wir nicht. Aber auf der Insel Jeju, koreanisch 제주도 (Jejudo, die Insel Jeju). Diese ist das naheliegende Urlaubsparadies der Koreaner und insbesondere der golfspielenden solchen. Eine Woche Urlaub nach dem zweiten Semester nutzen wir fuer Besuche bei Bekannten und einen Ausflug in den Sueden Koreas. Sehr schoen hier, heiss vor allem. Ausfuehrlicher Bericht folgt - am ersten Tag haben wir ueber 300 Bilder gemacht... ;-)

31. Mai 2007

Schnapsidee


Christian hat eine schöne Idee gehabt: Bier für den Fußballfan im Fußballfan. Wer sich auf dem Bolzplatz in der Kiste oder zuhause davor erfrischen lassen will, klickt einfach Bolzplatz-Bier.de und wird kurz drauf vom Lieferservice beglückt. Ganz schön helle!

30. Mai 2007

Führerschein

Darf mich ab heute hier dem koreanischen Verkehrswahnsinn anschließen. Da sowohl Jens als auch ich vergessen haben, uns in Deutschland einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen, hier allerdings doch mal mit dem Wagen die Gegend erkunden möchten, blieb uns nichts anderes übrig, als den koreanischen Führerschein zu beantragen. Bedingung hier: man muss in Korea beim Einwohnermeldeamt gemeldet sein...das sind wir! Man gehe also einfach zur Deutschen Botschaft, lasse sich den EU-Führerschein ins Koreanische übersetzen, gehe mit diesem Schrieb zur Führerscheinstelle, beantrage den koreanischen Führerschein, warte ca. 2 Stunden, unterziehe sich einem lächerlichen einminütigen Gesundheitscheck (in die Hände klatschen, Zunge rausstrecken und schon wurde ich für völlig fahrtüchtig befunden), warte wieder eine Ewigkeit, zahle auch zwischenzeitlich mal... und dann wird man aufgerufen, muss unterschreiben, den EU-Führerschein dort abgeben und erhalte im Gegenzug den koreanischen!!! Ich hab mich gefreut! Der Führerschein ist gültig bis 2016, hat mich vielleicht gerade mal ca. 40.000 Won (32 Euro) gekostet, den EU-Führerschein bekomme ich wieder, wenn ich das Land verlasse und wir freuen uns auf unsere Autotour nächste Woche durch Korea!!!
Das Führerschein-Antragsformular
Die Führerscheinstelle in Seoul
Mein koreanischer Führerschein

26. Mai 2007

Hallo Deutschland!


Blick vom Jogno Tower aus dem 33. Stockwerk.
Draußen diesig, drinnen riesig!
Gruss nach Deutschland!

25. Mai 2007

Octopussy II und yummy Muscheln



Zur Abwechslung mal wieder ein paar Bilder - oder eher Filmchen - zu unserem Lieblingsthema: Essen! Wir waren kürzlich mit deutschen Bekannten "Sannagji" essen und ich muss sagen, dass dieser Oktopus (s. o.) wesentlich besser geschmeckt hat als der von vor wenigen Wochen zuvor (siehe unten Octopussy). Er war halt frischer, um nicht zu sagen: lebendiger :-), kam ja auch direkt aus dem Aquarium...



Ganz besonders zu empfehlen sind frische, auf den Grill gelegte Muscheln, die dann aufploppen und mit einer scharfen Chilipaste verzehrt werden. ...yummy...
Schaut mal, wie frisch die sind!


Und hier sieht man, wie man die Muscheln grillt!

A pocketful of... High-Tech

Kein Telefon hier zu haben, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Zumindest mal für Koreaner. Mir war das bisher nicht so wichtig. Nachdem dann aber doch bei der einen oder anderen Gelegenheit ein Handy praktisch gewesen wäre, habe ich mir eins besorgt. Nunmehr befindet sich somit die neueste Generation (die drei-Komma-fünfte, wie man hier sagt) in meiner Tasche.

LG stellt in Korea als Cyon Handies her und exportiert diese auch in die USA und nach Europa. Das LG-SH110 hat zwei eingebaute Kameras (eine für Photos, die andere für Videokonferenzen), MP3-Player, U-Bahn-Karte von Seoul, ein Koreanisch-Englisches Wörterbuch mit 330.000 Wörtern (super!) und hilft mit eingebautem Sudoku beim Zeitvertreib. Neuestes Feature: wie bei Windows kann man mehrere Anwendungen parallel nutzen, also multitasken.

Wie man links sieht, schiebt man das Handy auseinander, um an die Tastatur zu kommen, das ist bei den meisten Geräten hier derzeit üblich. Bei uns zuhause soll dieses Wunderding auch funktionieren, da UMTS-kompatibel. Hier tut es jedenfalls brav seinen Dienst, dankenswerterweise auch mit englischer Menüführung.

Werden Koreaner bald Gedanken lesen?


Am ETRI, einer staatlichen High-Tech-Forschungseinrichtung, schaut man den Menschen in den Kopf. Mit Hilfe von Hirnwellen-Sensoren und KI-Programmen, welche deren Signale analysieren, wird festgestellt, ob sich ein Proband entspannt, gestresst, traurig oder glücklich fühlt. Wie ZDNet Korea berichtet, wird diese Technik heute schon eingesetzt, um Musikliebhabern ein entspannteres Hörerlebnis zu bescheren und Querschnittsgelähmten zur Kontrolle über Computerspiele zu verhelfen. Zukünftig sollen auch Roboter damit ausgestattet werden. Erinnert das jemanden an I robot?

24. Mai 2007

Wieder Zugverbindung zwischen Nord- und Süd-Korea


Zwischen den beiden koreanischen Staaten ist wieder eine Zugverbindung eingerichtet worden. Zunächst zu Testzwecken, die langfristige Perspektive ist jedoch, dass ein regelmäßiger Güter- und Personenverkehr stattfinden soll. Wirtschaftlich wird sich dies bezahlt machen: Kostet der Transport eines 20-Fuss-Containers (auch TEU genannt) derzeit etwa 1.000 USD und somit etwa genausoviel wie der Transport zwischen Korea und Europa, werden die Kosten per Schiene dann um ein Drittel reduziert. Wichtiger noch: die Transportzeit wird von 13 - 14 Tagen per See auf nur noch ein bis drei Tage reduziert werden. Zudem wird Korea so auch direkt mit der Transsibirischen und Transchinesischen Eisenbahn verbunden. Korea erhofft sich dadurch, zur Drehscheibe des Handels zwischen Japan, China, Russland und Europa zu werden.

20. Mai 2007

Rooftop B-B-Q

Wir waren am Samstag Abend mit ein paar ETP-Kommilitonen in Itaewon auf einem sehr netten Grillfest. Ein bunter Mix aus weltbummelnden Koreanern und in Korea (zwischen-)gelandeten Ausländern fand sich zusammen und tauschte Telefonnummern und Visitenkarten. Anschließende Freizeitaktivitäten nicht ausgeschlossen...
Zu den Bildern vom Rooftop B-B-Q in Itaewon

14. Mai 2007

Grüß Gott nach Hamburg, Moin Moin nach München

Hamburg hatte gerade seinen 818. Hafengeburtstag und Münchens Viktualienmarkt vor zwei Wochen seinen 200. Eine gute Gelegenheit, von Seoul aus "Winke-winke" zu unseren Lieben in Nord und Süd zu machen. 생일을 축하합니다!

Hamburger Hafen, jetzt.

Münchner Viktualienmarkt, jetzt.

3. Mai 2007

You can find pretty girls here.

Propaganda kann so schön sein!

Übersetzungscomputer gesucht

Wir sind gerade auf der Suche nach einem geeigneten Übersetzungscomputer im Handtaschenformat für uns. Minimalanforderung ist das Übersetzen von Worten zwischen Englisch und Koreanisch. Nach einem Besuch im Elektronikviertel sind wir ein wenig erschlagen von dem Angebot: zwischen 85.000 und weit über 400.000 Won sind mindestens 50 verschiedene Modelle zu haben. Natürlich erwirbt man selbst mit dem Einsteigermodell nicht nur die Basisfunktion, sondern auch immer gleich noch mindestens einen englischen Thesaurus, ein selbst erstellbares Wörterbuch, nützliche Redewendungen in fünf Sprachen und so weiter und so fort. Stifteingabe, Sprachausgabe, Farbdisplay, SD-Kartenslot für weitere Sprachen, MP3- und Videoplayer sind dann für einige tausend Won mehr zu haben. Hier einfach mal eine Liste von Herstellern, welche in Frage kommen. Möglicherweise haben ja noch mehr Menschen dieses Problem. Erfahrungsberichte und Kaufempfehlungen sind willkommen.

Nachtrag: Wir haben uns für den Nurian R7 light entschieden. Die handliche Größe, das für unsere Belange mehr als ausreichende Vokabular, gute Erfahrungen anderer Nutzer in der Sprachschule, eigener Test über einige Stunden hinweg und dann der sehr günstige Preis von 90.000 Won (nach Feilschen in Yongsan, ca. 72 EUR) gaben den Ausschlag. Nach einigen Wochen Nutzung immer noch keine Reue. Also: Kaufempfehlung.

Noch ein Nachtrag: das gute Ding ist uns vor kurzem aus Jin-As Tasche gestohlen worden. Da hier Kriminalität kein Thema ist (bzw. zu sein scheint), sind wir leichtsinnig geworden. Wird nachgekauft.

24. April 2007

ETP-Promotion 2

Gerade frisch reingekommen: der neue ETP-Korea-Newsletter April 2007 des FKCCI.

ETP-Promotion

Die FKCCI hat einen Newsletter über das ETP-Programm veröffentlicht - die Bewerbungsfrist für Interessenten ist der 15. Mai 2007. Also los! Bei Interesse gebe ich gerne meine Erfahrungen mit der Bewerbung weiter.

Die französisch-koreanische Handelskammer hier in Seoul übernimmt die Koordination und Promotion des Programms und hat damit die Arbeit der deutsch-koreanischen Handelskammer abgelöst. (Die Kommission war mit der im letzten Jahr geleisteten Arbeit nicht zufrieden, wie mir erzählt wurde.)

21. April 2007

Ever wondered?


Love it!

18. April 2007

Land unter, aber nur ein bisschen

Wer sich gefragt hat, warum ich seit einigen Tagen keinen Eintrag im Blog gemacht oder Mails beantwortet habe, der/die/das möge sich bitte keine Sorgen um unser Wohlergehen machen. Es ist heuer die letzte Woche des Semesters angebrochen und wir haben jeden Tag mindestens eine Abschlussklausur. Daher habe ich mich vor allem darauf konzentriert. Das Gros habe ich hinter mir, morgen und übermorgen kommen noch vier Examina für Koreanisch (zu Leseverständnis, Sprechvermögen, Orthographie und Grammatik, Hörverständnis), die sich am TOPIK orientieren. Bitte Daumen drücken!

Berichtenswertes haben wir trotzdem erlebt, z. B. waren wir letzten Samstag in den Bergen und heute mit der Schule traditionell koreanisch Trommeln. Dokumentation folgt in Bälde.

10. April 2007

Dalli-Klick Nr. 2



Was ist hier denn los? Wie damals bei Dalli-Dalli: Erst mal raten, was das sein könnte, dies dann ins Gästebuch eintragen und zum Schluss auf das Bild klicken, um die Lösung zu sehen.

6. April 2007

Notiz genommen


Beim Stöbern in den englischsprachigen Seiten koreanischer Zeitungen bin ich gerade auf einen Artikel über unsere Gruppe gestoßen. Am 14. März hatten wir ein Willkommens-Diner in der Universität, zu dem auch Journalisten eingeladen waren. Diese haben sich nicht nur am Buffet gütlich getan, sondern auch über das Programm berichtet. Der Artikel des JoongAng Daily findet sich hier. Bezeichnenderweise wird auch auf die für's Geschäftemachen in Korea besonders wichtige Trinkfestigkeit eingegangen.

Sick and sick of it.

Wahrscheinlich habe ich zu viel und zu laut beim Bowlen geschrien. Jedenfalls ist seit Jin-As Geburtstagsparty meine Stimme total im Arsch und ich kann nicht mehr reden. Da die Leckereien aus der Apotheke nicht anschlugen, sind wir in der Uni zum Arzt und der hat mich für zwei Tage ins Bett gesteckt: Grippe. Zwar hasse ich es, krank zu sein und dem nachgeben zu müssen, aber bei den Halsschmerzen hat es einfach keinen Sinn gemacht, zur Sprachschule zu gehen. Jetzt sind zwei Tage rum und mir geht es etwas besser. Hoffentlich bin ich morgen wieder richtig fit, denn ich muss die letzten beiden Tage aufholen und am Montag drei Tests schreiben - die Vokabel- und Grammatiktests von Donnerstag und Freitag zusätzlich zu dem vom Montag.

P.S.: Für den Spruch mit dem "Sinn machen" hätte mich Harry Rowohlt (wenn er mich denn kennte) als jemanden geschimpft, der sich anhört, als wäre er schlecht aus dem Englischen übersetzt worden. Sei's drum.

3. April 2007

Hoola-Hoop und Bowling

Jetzt kann uns sicher keiner nachsagen, wir hätten nicht alles gegeben, um eine echte Wellbeing-Party zu veranstalten. Mit Hoola-Hoop und Bowling machen wir dem Trend hier sicher alle Ehre. Bilddokumente unserer Feierlichkeit anbei.
Jin-As Geburtstag

1. April 2007

S Bar, Seoul-Apgujeong


Um mal mit dem Gerücht aufzuräumen, wir würden hier in Seoul nichts anderes machen als essen: wir gehen gelegentlich auch mal was trinken. Gestern zum Beispiel in der S Bar in Apgujeong, dem wohl elegantesten Stadtteil Seouls. Wer auf das Bild klickt, wird feststellen, dass wir mit Polen unterwegs waren (die sich in diesen Dingen ja recht gut auskennen). Ein netter Abend.

31. März 2007

Dalli-Klick Nr. 1

Das Ding hier links haben wir neulich beim Einkaufen auf dem Namdaemun-Markt gesehen. Mal sehen, wer darauf kommt, was das ist. Ich finde, das ist typisch koreanisch und kann so nur hier (und in ähnlichen Ländern) erfunden worden sein. Wir spielen jetzt mal Dalli-Klick: Erst raten, was das sein könnte, dies dann ins Gästebuch eintragen und zum Schluss auf das Bild klicken, um die Lösung zu sehen. Viel Spaß!

30. März 2007

Unser Viertel: Sinchon (신촌)


Wir leben übrigens in Sinchon (신촌, gesprochen "Schintschon"), einem recht lebendigen Viertel von Seoul, das geprägt ist von den zahlreichen Universitäten hier. Da das so hübsch in dem oben angegebenen Link beschrieben ist, will ich dem auch gar nicht mehr viel hinzufügen. Einen recht netten Plan vom Viertel (mit kurzem Film) habe ich auch gefunden. Mittig oben neben der Sinchon Station wohnen wir.

Der Zeit voraus: Aprilwetter



Auch hier in Korea macht der April, der April was er will. Gestern und vorgestern sind wir von einem ergiebigen (wie der Wettermann sagen würde) Regenguß erwischt worden. Und heute strahlt hier die Sonne. Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster hilft auch nicht sonderlich, da sich das Wetter von einer Stunde auf die andere ändern kann. Aber solange man für wenig Geld Regenschirme an jeder Ecke auf der Straße und sogar von fliegenden Händlern in U-Bahn-Waggons kaufen kann, ist das kein großes Problem. Na, vielleicht doch für die Ledersohlen meiner Schuhe - hier neue in Größe 45 zu finden, soll gar nicht mal so einfach sein. Schau'n mer mal...

In den letzten Tagen bin ich übrigens nicht zum Schreiben gekommen, da sich mein Computer einen Virus eingefangen hatte und die Schadensbegrenzung dort Priorität hatte. Nichts ganz Schlimmes passiert, zumindest sind wohl keine Daten verloren. Aber ich werde zukünftig regelmäßiger Backups machen. (Wie das immer so ist mit guten Vorsätzen.)

26. März 2007

Lassie in the slaughterhouse


Samstag stand (Überraschung!) mal wieder vollkommen im Zeichen der Völlerei. Als Vorwand trafen wir uns mit Jin-As Mutter, Tante und Cousin, um Licht ins Dunkel um den koreanischen Mobilfunkmarkt zu bringen. Ausländer haben es hier nicht sehr leicht, ein Vertragshandy zu bekommen, Prepaid-Verträge sind nicht jedermann bekannt. Letzteren wollen wir allerdings nicht, da wenn man mehr als zwei Minuten pro Tag telefoniert, die Prepaid-Lösung sehr teuer wird. Nach drei Stunden intensiven Internet-Surfens mit Ho-Yoon sind wir jetzt jedoch etwas schlauer und werden in den nächsten Tagen versuchen, jemanden zu finden, der weiß, dass man auch Ausländern einen Mobilfunkvertrag geben kann.

Mittags gingen wir in ein sogenanntes Gesundheitssuppenhaus. In einem solchen kann man dass essen, was Koreanern die Kräfte zurückgibt, die hier insbesondere an heißen Sommertagen schwinden. Nämlich Hund. Zwei Gerichte stehen auf der Speisekarte: Hundesuppe (보신탕, boshintang = Gesundheitssuppe) und gedämpfter Hund. Unsere Wahl fiel auf zweiteres Gericht, da man mit diesem die Suppe gleich mit serviert bekommt. Das wichtigste vorweg: Hund schmeckt und zwar gar nicht schlecht. Ein bisschen wie Schweinefleisch, obgleich dunkler in der Farbe und mit festerem Fettrand versehen. Das Tier wird geschmort und teilweise zerlegt an den Tisch gebracht, dann mund- und stäbchengerecht aufgeschnitten und in einen Topf mit Fonds und Gemüse gelegt. Man nimmt sich ein Stück, legt etwas gedünsteten Schnittlauch darauf und versieht das Ganze mit etwas scharfer Chilipaste. Wer mag, kann noch frischen Knoblauch mit in den Mund stecken.

Was den ethischen Aspekt dieses Essens betrifft, so bin ich (zugegebenermaßen nach anfänglichem Zögern) der Meinung, das es vollkommen in Ordnung ist, diese extra für diesen Zweck gezüchteten Tiere zu essen. Ansonsten müßte ich ja auch auf jede andere Art von Fleisch verzichten. Es ist halt ungewohnt für uns, Hunde als Nutztiere zu sehen. Vor einigen Jahren wäre in Deutschland auch noch niemand auf die Idee gekommen, sich einen putzig aussehenden Vogel Strauß einzuverleiben. Heute scheint das ganz normal. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. In Korea mag auch nicht jeder Hundefleisch essen, jüngere Leute zwischen 20 und 30 essen dieses Gericht nicht so häufig. Ein Drittel aller Hundebesitzer hier jedoch hat Hund nicht nur auf dem Schoß gern.

23. März 2007

Octopussy


Eines der ersten Dinge, die ich über Korea gehört hatte war, dass man dort (quasi) lebendigen Oktopus isst. Das wollte ich natürlich auch mal ausprobieren und Jin-As Tante war ganz begeistert davon, dass ich diese koranische Spezialität versuchen wollte. So bekamen wir heute Abend Überraschungsbesuch vom Fischmarkt und wurden mit frischestem Getier versorgt. Rohe Muscheln, blanchierter Oktopus und ebenjener roher stand auf dem Speisezettel. Statt eines Rezeptes hier ein Dokumentarfilm...



Es hat wirklich nicht schlecht geschmeckt. Ist aber ein bisschen so wie mit Froschschenkeln: die Sauce macht's.

Morgen gibt's übrigens Hund.

19. März 2007

Mein erster Schultag


Heute war mein erster Schultag an der Yonsei. Die anderen Kinder waren alle sehr nett zu mir, schade war nur, dass ich von Jin-A keine Schultüte bekommen habe. Da hier die Lehrmethode in der Sprachschule ganz anders ist als in London an der SOAS, haben wir im Schulbuch auf der ersten Seite angefangen und mit den Grundlagen begonnen. Diesmal aber in der formalen Anredeform, die in Geschäftssituationen angemessen ist. Diese haben wir in England zwar kurz gestreift, aber nie richtig geübt. Bin mal gespannt, wie das mit dem Koreanisch lernen weitergeht. Wir sind am Anfang des ersten Trimesters von fünf Wochen Dauer, nach dem zehn Tage Urlaub kommen.

Heute nachmittag haben wir Vorlesungen zum koreanischen Rechnungswesen. Da die anderen aus der Gruppe z. B. Physik oder Kartographie studiert haben, haben manche ziemlichen Respekt vor den damit verbundenen Prüfungen und Hausarbeiten. Nächsten Montag ist schon die erste schriftliche Examinierung. Diesbezüglich mache ich mir (bisher zumindest mal) gar keine Sorgen. Zu irgendwas muss das BWL-Studium ja gut gewesen sein.

18. März 2007

Rohe Leber und Kälberdarm

Ho Yoon ist Jin-As Cousin und ein sehr netter Kerl. Davon haben wir uns in der Zeit, in der wir bei seiner Mutter zuhause wohnen durften, schon überzeugen können. Gestern haben wir uns mit ihm und einigen seiner Freunde verabredet und er hat uns versprochen, uns eine ganz besondere Spezialität probieren zu lassen. So trafen wir uns im Viertel bei der Hongik University und betraten ein Restaurant, welches wohl vor 20 Jahren ganz genauso ausgesehen hat wie heute. Abgewetzter Boden. Podeste, vor denen man die Schuhe auszieht und auf denen die niedrigen Tische stehen, vor denen man im Schneidersitz Platz nimmt. Ein oft genutzter Gasbrenner auf jedem Tisch und auf den sofort ungefragt eine heiße Suppe gestellt wird und die bald zu kochen beginnt. Wir bestellen Bier und die Spezialitäten des Hauses. Es kommt rohe Leber, etwas, das grau ist, mit kleinen Zotten versehen und in Streifen geschnitten ist. Natürlich verschiedene Banchan (반찬), die kleinen Beilagen zu jedem Essen. Die Koreaner bedienen sich mit den Löffeln aus dem Suppentopf und nehmen schon mal ein rohes Stück Leber als Appetizer. Das probiere ich auch und muss sagen, dass es gar nicht mal so schlecht schmeckt. Von der Konsistenz her mir jedenfalls sympathischer als das hier heißgeliebte Ddeogbbogi (떡볶이) aus Reis, was mich eher an Maden als an sonstwas erinnert. Nachdem wir die Suppe gegessen haben, wird eine heiße Steinpfanne auf die Gasflamme gestellt. In der brutzeln Kalbsdarmstücke. Knusprig gebraten, taucht man ein solches kurz in eine Sojasauce mit frischem Schnittlauch und steckt es sich in den Mund. Wirklich lecker. Man darf sich halt nur nicht zu lebhaft vorstellen, was man da gerade isst. Wobei unsereins ja auch problemlos Wurst im Naturdarm runterbringt. Im Zweifelsfall: Soju (소주) hilft wie immer beim Schlucken... Das graue Zottige und die Leber lassen sich natürlich auch in der Pfanne braten. Das schmeckt besser, zugegebenermaßen.

15. März 2007

Eingezogen!


Wir sind vorgestern in unsere neue Wohnung eingezogen. Sie befindet sich ungefähr zehn Fußminuten von meiner Uni entfernt und nennt sich nach koreanischen Begriffen "Officetel". Was ungefähr so viel bedeutet wie "39 m² 1KZB". Sehr zentral gelegen, hell und freundlich. Da sehr zentral gelegen, auch nicht unbedingt ruhig. Ist aber OK für uns. Da unmöbliert, mussten wir alle Einrichtungsgegenstände kaufen oder leihen (Danke, Tante Lee!). Jedenfalls eine gute Ausrede, um endlich einen schönen neuen Reiskocher zu erwerben. (Danke, Firma Cuckoo!). Eine erste Einweihung mit anschließendem Umtrunk mit den Kommilitonen haben wir auch schon absolviert. Bilder findet Ihr hier.

11. März 2007

Klasse!

Von Birgit schon vor Wochen vorgewarnt, erleben wir es jetzt hier selbst live und in Farbe: Deutsch ist in Korea total angesagt. Zum Beispiel hier mal ein Kimchi-Kühlschrank der Marke Klasse. (Die schiere Existenz eines solchen Geräts ist eigentlich einen eigenen Artikel wert...)
Gegenüber unserer neuen Wohnung lädt eine Bar namens Autobahn zum Rausch ein, der wahrscheinlich nicht durch Geschwindigkeit erreicht werden soll und an jeder zweiten anderen Kneipe leuchtet sowieso das Wort Hof (gesprochen: Hoppe) und deutet Bierdurstigen den Weg.

Oder warum nicht einfach hier rein gehen?

10. März 2007

소금구이 - Sogeumgui



Wir haben heute Abend Sogeumgui gegessen - Schweinebauch, der mit Salz (Sogeum) und Pfeffer gewürzt wird und so zubereitet wird, wie es die Koreaner am meisten lieben: frisch am Tisch gegrillt (-gui). Jin-As Cousin Ho-Yoon demonstriert hier netterweise wie's gemacht wird. Erst im Stück auf den Grill legen und dann kurz vor Fertigstellung mit der Schere zerkleinern und zuende braten. Das Fleisch wird dann typischerweise in ein Salatblatt gelegt, mit scharfer Bohnenpaste und einem Stück frischem Knoblauchs garniert, eingewickelt und ganz in den Mund gesteckt. Als ein besonderer Liebesbeweis in Korea gilt es übrigens, einen solchen Happen in den Mund des Partners zu stecken. Mmmmmhhhhh...

9. März 2007

Mast

Das war heute Abend also meine dritte warme Mahlzeit in Seoul. Nach labbrigem Weißbrot gestern zum Frühstück konnte ich mich recht schnell mit dem Vorschlag anfreunden, morgens stattdessen Reis (ein Synonym für "Essen" im Koreanischen) zu mir zu nehmen. So fing der Tag mit herzhaftem Kimchi-Jjigae (김치 찌개) und gekochten Krebsen an. Da ich gelernt habe, dass man seine Reisschüssel leeressen soll, da die Köchin sonst meint, es hätte nicht geschmeckt, habe ich tüchtig reingehauen und bin pappsatt aufgestanden. Zu meiner Verwunderung war kaum eine halbe Stunde später schon wieder eine Tafel Schokolade im Umlauf und dann noch eine große Schale Erdbeeren. Also Dinge, die ich wirklich gerne esse. Unmöglich, hier zuzugreifen. Ich spürte schon einen leichten Widerwillen.

Das wenig später eingenommene Mittagessen bestand aus leckeren Nudeln mit Pilzen, Gemüse und schwarzer Bohnenpaste. Dazu eine deftige Suppe mit Fisch und natürlich Kimchi sowie andere Beilagen, die Banchan (반찬) genannt werden und ohne die eine Mahlzeit hier einfach nicht vorstellbar ist. Hier bedient sich jeder mit Stäbchen und Löffel aus den auf dem Tisch stehenden gemeinsamen Schüsseln, eigene Portionen gibt es nur bei Suppen und dem Reis. (Schade eigentlich, denn sonst könnte ich mich einfacher vor dem brav Aufessen drücken.) Beruhigend, dass danach nicht nur ich ein ausgeprägtes Völlegefühl hatte.

Nach ewiger Telefoniererei mit Maklern, die Jin-As Tante für uns übernommen hat, stellte sich der Tip der Assistentin der Yonsei-Universität als hilfreich heraus. Wir konnten einen Besichtigungstermin vereinbaren. Nach drei Stunden Besichtigen, Überlegen, Verhandeln, Besprechen, Rechnen, Nachverhandeln, Vertrag halb unterschreiben, nochmaligem Verhandeln waren wir zwei dann erschöpfte Mieter einer sehr schönen, sehr kleinen, sehr teuren Wohnung, welche sehr nah der Uni und zudem zentral und ruhig liegt. Was zu feiern war. Natürlich mit ... einem Essen.

Leider hatte das ausgesuchte Fischrestaurant den frischen Oktopus, welchen wir bei lebendigem Leibe verzehren wollten (siehe unten) nicht im Angebot und so mussten wir uns mit einem spartanischen Mahl begnügen, in dessen Verlauf etwa 25 verschiedene Gerichte aufgetragen wurden. Der Oktopus kann warten.

Essen ist hier gar nicht mal so teuer, wie man vielleicht vermuten könnte. So haben wir gestern Abend für acht Euro pro Kopf ausgiebig gegessen und getrunken. Nicht ganz so feudal, aber trotzdem sehr lecker.

8. März 2007

Nicht über unsere Handies zu erreichen

Da hier in Korea ein anderer Mobilkommunikationsstandard (nämlich CDMA und nicht GSM wie bei uns) verwendet wird, funktionieren unsere Handies hier nicht. Unsere Mailboxen sind ent-sprechend be-sprochen. Wer trotzdem eine Nachricht hinterlässt, muss wohl oder übel bis Dezember auf eine Antwort von uns warten. Demnächst werden wir uns hier Handies besorgen, bis dahin sind wir wie gewohnt per E-Mail, Skype bzw. MSN zu erreichen.

Iss mich!


Dieser Krebs wartet im Aquarium vor einem Restaurant in Seoul auf seinen Verspeiser. Koreaner lieben Meeresfrüchte und vor vielen Restaurants finden sich Tanks mit frischem Getier. Zum Beispiel auch jenen hier, das ich jetzt einfach mal vorsichtig "Meerwürste" nenne. Ich bin zwar ziemlich experimentierfreudig in Essensdingen, aber hier stoße auch ich an meine Grenzen...

7. März 2007

In Seoul gelandet


Jetzt sind wir endlich in Seoul. Vorgestern haben wir bis spät in die Nacht gepackt. Dann die Koffer gewogen und wieder ausgepackt und neu gepackt und gewogen. Irgendwie haben wir es dann geschafft, nur noch wenig über den uns erlaubten 38kg pro Person zu liegen. Die Salamis und anderen illegalen Lebensmittel wurden in der Hoffnung, dass wir an der Grenze nicht kontrolliert werden, zwischen den Socken versteckt. Gestern früh dann die letzten Aufräumarbeiten in der Wohnung, um sie für einen eventuellen Nachmieter bereit zu machen. Mit insgesamt ca. 100 Kilo Gepäck haben wir uns dann mit dem Zug nach Frankfurt aufgemacht, um dort Jin-As Mutter zu treffen, die mit uns den ersten Monat in Seoul verbringen wird.

Da wir SUPERfrüh am Checkin waren, konnten wir dann die Plätze erheischen, die wir vorher bei Seatguru als die besten ausgespäht hatten. Meine langen Beine sollten also nicht in einer engen Sitzreihe eingezwängt werden. Der Flieger der Asiana war erstaunlich leer, so dass fast jeder Fluggast eine eigene Reihe zum Ausstrecken und Schlafen hatte. Komfortabel ist das natürlich trotzdem nicht, so dass wir kaum geschlafen haben. Wenigstens gab es etwas leckeres zu essen: 비빔밥 (Bibimbap, wörtlich: Mischreis).

Fast das gleiche Essen gab es auch zum Frühstück - daran werde ich mich wohl noch gewöhnen müssen. Über China und der Wüste Gobi war beeindruckende Landschaft im Winter zu sehen. Bei nächster Gelegenheit stelle ich einige Aufnahmen ein. In Seoul pünktlich gelandet, war es in dem riesigen Flughafen Incheon zunächst nicht ganz einfach, Jin-As Tante 기자 (Ki-Ja) zu finden, die uns abgeholt hat. Dann aber ging's nach Haus und wir haben erst einmal - wer hätte das gedacht - ausgiebig gegessen. :-)

Über die Sonderheiten eines koreanischen Haushaltes aus europäischer Perspektive werde ich bald berichten. Morgen geht es erst mal zum Immigration Office und dann auf Wohnungssuche.