Going to Korea

Samstag, 8. Dezember 2007

Abschied aus Seoul

Jetzt ist es auch an uns, das Land zu verlassen. Wir packen gerade die letzten Siebensachen in unsere Koffer und werden in einer Stunde das Hotel verlassen, um mittags unseren Flieger in die Heimat zu nehmen. Weitere 250 kg Gepäck sind auf 15 Kisten verteilt schon auf dem Wasserweg unterwegs. Es ist doch einiges zusammengekommen, was wir in Deutschland nicht missen wollen. Andenken natürlich, aber auch Dinge, die uns täglich an Korea erinnern sollen wie Geschirr und Kochutensilien.

Die hinter uns liegende Zeit war sehr erlebnisreich und intensiv, so dass es nicht leicht fällt, zu gehen. Auch haben wir viele nette Menschen kennen gelernt, die wir vermissen werden. Aber es gibt auch viele Dinge und insbesondere Menschen, auf die ich mich sehr freue. Und es gibt gute Gründe, wieder her zu kommen. Und das könnte möglicherweise schon recht bald sein, zumindest arbeite ich mal darauf hin. Also sehe ich das mal nicht in erster Linie als Abschied, sondern eher als den Beginn von etwas Neuem.

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Montag, 22. Oktober 2007

Perspektiven

Heute kommt der letzte offizielle Punkt des Programms: die Graduierungszeremonie. Endlich - die letzten Wochen waren noch mal eine Quälerei. Jetzt aber ist alles gut und ich habe die Ehre, im Namen der Teilnehmer ein paar Worte zum Abschied sagen zu dürfen. Wer an der Teilnahme verhindert ist oder einfach nicht fünf Stunden warten kann, dem sei vorab verraten, dass dem Anlass angemessen der Tenor ein positiver sein wird. Vornehmlich, aber nicht nur. Denn weite Teile des Programms waren rückblickend schlecht geplant, schlecht organisiert, schlecht gemacht. Und das betrifft alle beteiligten Institutionen von der Kommission, den Koordinatoren in Paris und Seoul bis hin zur Sprachschule hier. Aber Spaß gemacht hat es auch und war eine sehr interessante Erfahrung. Und manche der Fremden, die ich hier kennengelernt habe, sind Freunde geworden und werden es auch bleiben. Sehr bereichernd.

Nach vorne schauend und die nähere Zukunft bis zu unserer Abreise Anfang Dezember planend, lese ich dieses Blog. Und freue mich auf noch mal ganz andere Erfahrungen!

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Samstag, 6. Oktober 2007

Gedämpftes Huhn in Sinchon


Heute gab es nach der Sprachschule ein leckeres gedämpftes Hühnchen (Jjimdalg oder 찜닭) mit Jin-A und meiner Lehrerin vom KLI. Nur ein paar Schritte unterhalb vom Bahnhof in Shinchon ist ein Restaurant, wo abends Studenten Schlange stehen, um einen dieser Teller zu verspeisen. 7.000 ₩ pro Person (also etwa 6 €) ist wirklich nicht viel und wir haben nicht mal alles aufessen können.

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Samstag, 22. September 2007

Viel zu feiern


Danke, Jin-A.

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Sonntag, 9. September 2007

Verliebt, verlobt.

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Dienstag, 4. September 2007

Das unorganisierte Verbrechen oder: MÜENCHEN

Von der Fremdsprache geht eine Faszination aus. Da es wichtig erscheint, bemüht sich hier jeder, Englisch zu lernen. Das tut zwar weh und klappt auch nicht immer, dennoch ist der Enthusiasmus ungebremst. T-Shirts legen davon beredtes Zeugnis ab. Und irgendwie ist der unbefangene Umgang mit fremder Rechtschreibung und Grammatik auch ganz sympathisch.

Wenn mir jemand erklären könnte, ob es dabei um Gefängnisse oder Alkohol geht, wäre ich dankbar.

Whatever. Auf jeden Fall hoffe ich SO SEHR, dass der iconic WALL POINT auch mal meine Phantasie trifft!

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Donnerstag, 30. August 2007

Subprime loans


Dieses Bild bringt sehr schön den Hintergrund der Immobilienkreditkrise in den USA auf den Punkt. Ohne die Bonität der Kreditnehmer ausreichend zu prüfen, wurden viele Kredite im Vertrauen auf immer weiter steigende Immobilienpreise vergeben. Das Ende des Booms brachte das System "kaufe Haus, dass ich mir zwar momentan nicht leisten kann, aber dessen Wertsteigerung den Kredit schon tilgen wird" zum abrupten Ende. Wer cleverer Bankier war, verkaufte die riskanten Forderungen rechtzeitig weiter und hat jetzt nicht unter den Zahlungsausfällen zu leiden. Einige Verluste sind ja auf diesem Wege nach Europa gekommen. Für das SERI schreibe ich derzeit einen Artikel über die vermutlichen Auswirkungen der Krise auf die europäische Wirtschaft.

Hier in Korea sagt man 소 잃고 외양간 고친다, was soviel bedeutet wie "Nachdem die Kuh weg ist, wird der Stall repariert". Hoffentlich passiert das auch und die Finanzinstitutionen verbessern ihre Kontrollmechanismen.

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Mittwoch, 29. August 2007

Alles, was man so braucht...


... findet man auf dem Namdaemun Markt (남대문 시장). Rund um die Uhr wird von mehr als 1.000 Groß- und Einzelhändlern günstig angeboten, was der Haushalt begehrt: Lebensmittel, Haushaltsartikel, Ginseng aller Art, Uhren und Textilien. Ab 24°° Uhr öffnen die Großhändler, ab 7°° Uhr die Einzelhändler. Und mit ein paar Brocken Koreanisch lassen sich leichter Schnäppchen erheischen. "Kaka chuseyo" (깎아 주세요) begleitet von einem freundlichen Lächeln heißt soviel wie "Geben Sie mir bitte Rabatt" und funktioniert auch meist.

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Dienstag, 28. August 2007

Happiness comes from small thing


Graffiti in einer Unterführung in Hongdae.

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Freitag, 24. August 2007

Métro, boulot, dodo Seoul


Was von sieben bis sieben ausserhalb meines cubicles so passiert.

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Donnerstag, 23. August 2007

Irgendwann klappt's bestimmt


So leicht geben Koreaner nicht auf. Nachdem die Winterspiele 2014 nicht nach Pyeongchang, sondern nach Russland gegangen sind, bewirbt man sich eben für die olympischen Sommerspiele 2020. Austragungsort soll Busan werden, eine sehr schöne Hafenstadt im Osten Koreas. Viel Glück!

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Mittwoch, 22. August 2007

Posco geht nach Indien


Koreas viertgrößtes Unternehmen ist Posco. Der teilstaatliche Konzern ist der viertgrößte Stahlerzeuger weltweit, was ja durchaus erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass es in Südkorea keine nennenswerten Vorkommen von Erz oder Kohle gibt und die Rohstoffe per Schiff nach Korea transportiert werden müssen. Auf dieser Basis hat man im letzten Jahr 23 Milliarden USD Umsatz gemacht. Die Nachfrage hierzulande ist immens, schließlich bauen Koreaner die größten Schiffe der Welt. Und wenn die Chinesen letztes Jahr nicht aufgeholt hätten, auch immer noch die meisten.

Da allerdings auch hier Grenzen des Wachstums erkennbar werden, hat sich Korea auf die Suche nach neuen Märkten gemacht und einen davon in Indien gefunden. 2005 wurde mit der indischen Regierung vereinbart, dass ab dem Jahr 2007 ein neues Stahlwerk in einer rohstoffreichen Region an der Ostküste gebaut werden soll. Ganze 12 Milliarden USD sollen investiert werden. Damit steht Posco nicht allein. Auch Arcelor-Mittal (die japanische Nr. 1 der Branche) und MKK, ein russischer Konzern, werden dort Stahlwerke errichten. Die relative Nähe zu China ist zudem sicher kein Nachteil. Vor Baubeginn jedoch müssen noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. Schürflizenzen für Erz, Umweltauflagen, Grundstückskäufe, Rechte als Sonderwirtschaftszone und Hafenzugang sind noch nicht geklärt. In Abhängigkeit vom politischen Willen der indischen Regierung und der Konzessionsbereitschaft der Koreaner kann sich dies noch länger hinziehen.

Quellen: Korea.net und Wikipedia

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Freitag, 17. August 2007

Asien in der Krise


Auch hier in Korea hat die internationale Nervosität an den Kredit- und Aktienmärkten zu drastischen Kursverlusten geführt. War der KOSPI noch vor kurzem auf einem Stand von über 2.000 Punkten, so ist er gestern auf weit unter 1.700 Punkte gesunken. Angeblich sind vor allem ausländische Investoren aus koreanischen Titeln ausgestiegen und haben so den Index unter Druck gebracht.

Das sind jedoch nicht die einzigen Folgen. Der Wirtschaft hier geht zwar es gut, jedoch ist man natürlich als Exportnation auf eine gesunde Nachfrage aus dem Ausland angewiesen. Und so kann es kommen, dass der Preisverfall am amerikanischen Immobilienmarkt dazu führt, dass Joe Sixpack keine Refinanzierung für's Häusle bekommt und statt der Anzahlung auf den neuen koreanischen SUV seine Hypothek bedient. Kann sich also auch durchaus im Exportgeschäft bemerkbar machen.

Genau wie in der ganzen Welt haben auch in Korea die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren kräftig angezogen. Da eine durchschnittliche Wohnung in Seoul nicht unter einer Million Dollar zu haben ist, wird natürlich auch finanziert. Da die gebeutelten Banken ihre Finanzierungen weiterverkaufen können, wird sich dies natürlich auf die nächste Generation der koreanischen Immobilienerwerber auswirken: bessere Sicherheiten und höherer Eigenanteil wird die Folge sein. Normalerweise müssten dann die Preise etwas nachgeben. Aufgrund der derzeit starken Regulierung des Immobilienmarktes ist dies aber nicht zu erwarten. Mal gut, dass wir Mieter sind.

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Mittwoch, 15. August 2007

Independence Day


So ein koreanischer Unabhängigkeitstag ist ja immer eine schöne Gelegenheit, an die Greueltaten der Japaner bis 1945 zu erinnern. Korea feiert diesen jedes Jahr am 15. August und wir feiern mit. Zwar gehen wir nicht in den Independence Park, der auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses für Freiheitskämpfer gegen die Japaner liegt, aber wir machen trotzdem das Beste aus dem freien Tag. Zuhause bleiben und gesund werden ist der Plan.

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Dienstag, 14. August 2007

Kreuz und Quer

Sowas schon mal gesehen?
Zebrastreifen in Seoul! So geht man hier über die Straßen!

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Ice Ice Baby!

Der Sommer hier ist HEISS!!!! Was ja nichts Ungewöhnliches ist, allerdings kombiniert mit extremst hoher Luftfeuchtigkeit ist das echt grausam... Will heißen: wir produzieren literweise Schweiß, sind gelähmt, haben schlaflose Nächte, der Kreislauf spinnt total...wir leiden! Was tun?! Wir gönnten uns eine Abkühlung - im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar in der Ice Bar namens Sub Zero.

Ihr mögt vielleicht von Ice-Hotels in Schweden oder Canada gehört haben sowie einer Ice-Bar in Japan ... nun, sowas arktisches findet sich hier auch in Seoul seit April (Internetseite ist hier).

Eintritt kostet 15.000 Won (ca. 12 Euro). Man bekommt einen Riesen-Parka, Handschuhe sowie warme Boots geliehen. Zu Trinken gibt´s hier - natürlich - Vodka, was im Eintrittspreis mit inbegriffen ist... So bestellten wir uns zwei Vodka-Cocktails im Eisglas, bestaunten noch die Eisskulpturen und waren auch schon recht schnell fertig mit allem, da es sich bei Minus 6 Grad nicht wirklich lange aushalten lässt (Rekord zweier Schweizer lagen bei über 2 Stunden) und so haben wir dann nach 20 Minuten kapitulieren müssen - die Abkühlung hat trotzdem gut getan!!!!




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Montag, 13. August 2007

Warum es Ausländer in Korea schwer haben

Häufig wird angenommen, dass der Grund für die geringe Präsenz deutscher Unternehmen in Korea sei, dass es nicht genügend qualifizierte Führungskräfte gibt, die sich in diesem Kulturkreis bewegen können. Daher hat ja die Europäische Kommission auch das ETP-Korea aufgesetzt. Mehr Europäer mit Koreanischkenntnissen = mehr Export nach Korea, so die verkürzte Formel der Hoffnung. Dies ist sicher nicht schädlich, aber reichen tut das wohl nicht. Schauen wir uns doch mal folgende Tabelle an. Sie beschreibt das durchschnittliche Vertrauen von Koreanern zu verschiedenen Personengruppen auf einer Skala von 1 - 100. Einfach mal wirken lassen.
PersonengruppeVertrauensindex
Ehepartner100
Eltern100
Kinder100
Brüder/Schwestern100
Neffen/Nichten99
Cousins97
Andere Verwandte96
Klassenkameraden der Oberschule97
Kommilitionen der Hochschule85
Klassenkameraden der Grundschule50
Ehemaliger Mitschüler oder Kommilitone80
Menschen mit dem gleichen Nachnamen70
Menschen aus der gleichen Region70
Menschen aus einer anderen Region60
Kollegen, die für die gleiche Firma arbeiten90
Menschen mit dem gleichen Beruf80
Menschen mit dem gleichen Hobby70
Nachbarn70
Mitglieder der gleichen Kirchengemeinde95
Menschen der gleichen Konfession80
Menschen anderer Konfessionen70
Menschen mit anderer Religion40
Fremde (Koreaner)5
Ausländer (ohne weitere Beziehungen)1

Aus Chan Sup Chang, Nahn Joo Chang: Behavioural Patterns of Koreans. In: The Korean Management System: Cultural, Political, Economic Foundations, S. 45-57. Westport 1994. ISBN 0-89930-858-9

Wenn man berücksichtigt, dass die Koreaner von 1231 bis 1945 eigentlich permanent unter fremder Herrschaft (Mongolen, Chinesen und Japaner) waren und dementsprechend geartet die Kontakte zu Ausländern waren, eigentlich gar nicht so überraschend. Bleibt also die Preisfrage: Was muss man wohl tun, um als Ausländer in Korea erfolgreich Geschäfte machen zu können?

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Samstag, 11. August 2007

Ost trifft West


Yang Liu kommt aus China und lebt in Deutschland. Sie hat ihre Erfahrungen mit der unterschiedlichen Mentalität hüben und drüben hübsch konzentriert in Grafiken ausgedrückt und von Mai bis Juni im Aussenministerium ausgestellt. Tatsächlich: Jede der beschriebenen Eigenheiten gilt gleichermaßen für Koreaner.

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Mittwoch, 8. August 2007

Sonnenschein in der Regenzeit: 2. innerkoreanischer Gipfel


Kaum habe ich die letzte Meldung geschrieben, schon ist etwas auch für Koreaner spektakuläres passiert. Vor zwei Stunden hat der Wiedervereinigungsminister in einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass sich die Staatsoberhäupter der beiden Koreas vom 28. bis 30. August in Pyöngyang treffen werden. Eine Fortsetzung der Sonnenscheinpolitik also.

Thema könnte diesmal die nukleare Abrüstung sein. Beim ersten Treffen dieser Art vor sieben Jahren wurden unter anderem Wege zur Wiedervereinigung, engere wirtschaftliche Zusammenarbeit und humanitäre Fragen diskutiert. Es gab in der Folge sogar konkrete Ergebnisse, wie den Bau einer Autobahn zwischen den Ländern und die Errichtung der von südkoreanischen Unternehmen genutzten Sonderwirtschaftszone Gaeseong (개성) in Nordkorea. Auch wurden Familienzusammenführungen durchgeführt und unter einer gemeinsamen Fahne bei den olympischen Spielen 2002 in Sydney aufgetreten. Zuviel versprechen sollte sich aber niemand davon, denn bisher geht es innerkoreanisch immer einen Schritt vor und dann wieder zwei zurück.

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Schusswechsel an der Grenze

Sogar die deutsche Tagesschau hat es gemeldet, hier in Korea scheint es aber noch nicht einmal eine Zeitungsnotiz wert: koreanische Soldaten beider Seiten haben am 06.08. aufeinander geschossen. An der schwerbewachtesten Grenze der Welt zwischen dem kommunistischen Schurkenregime und der ansonsten vom Festland abgeschnittenen Republik sind mehrere Maschinengewehrsalven von Nord nach Süd abgefeuert worden, woraufhin aus dem Süden dann mit einer Serie Warnschüssen begleitet von einer Lautsprecherdurchsage geantwortet wurde. Keine Verletzten.

So die hiesige Version der Nachrichtenagentur Yonhap News, die dies online in gerade mal ein paar Zeilen erwähnt. Aber in keiner koreanischen Zeitung war gestern ein Artikel zu finden. Finde ich erstaunlich, denn schließlich ist die Grenze das aussenpolitische Thema Nummer Eins. Und wenn ich mich recht erinnere, kamen Zwischenfälle an der innerdeutschen Grenze immer auf die Titelseite. Erklärbar ist das vielleicht dadurch, dass die derzeit laufenden Atomabrüstungsgespräche nicht belastet werden sollen und die südkoreanische Presse dies daher in klassisch staatstreuer Manier nicht aufgreift. Vielleicht ist es aber auch so, dass dies ja immer mal wieder vorkommt (letztes Jahr zwei Mal) und dies einfach keinen Koreaner mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Muss ich mal einen koreanischen Kollegen fragen. Gerade gemacht - letzteres ist der Fall. Keiner regt sich über ein paar Schüsse an der Grenze auf. Passiert halt immer wieder. Die Atombombe wäre ja auch keine echte Bedrohung gewesen.

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