Going to Korea

Samstag, 6. Oktober 2007

Gedämpftes Huhn in Sinchon


Heute gab es nach der Sprachschule ein leckeres gedämpftes Hühnchen (Jjimdalg oder 찜닭) mit Jin-A und meiner Lehrerin vom KLI. Nur ein paar Schritte unterhalb vom Bahnhof in Shinchon ist ein Restaurant, wo abends Studenten Schlange stehen, um einen dieser Teller zu verspeisen. 7.000 ₩ pro Person (also etwa 6 €) ist wirklich nicht viel und wir haben nicht mal alles aufessen können.

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Samstag, 11. August 2007

Ost trifft West


Yang Liu kommt aus China und lebt in Deutschland. Sie hat ihre Erfahrungen mit der unterschiedlichen Mentalität hüben und drüben hübsch konzentriert in Grafiken ausgedrückt und von Mai bis Juni im Aussenministerium ausgestellt. Tatsächlich: Jede der beschriebenen Eigenheiten gilt gleichermaßen für Koreaner.

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Dienstag, 7. August 2007

해물샤브 - Haemulshabu in Kangnam


Eigentlich wollte ich ja nur eine Kleinigkeit essen. 300 Meter von meinem Büroturm entfernt, lockte mich ein Schild in ein sympathisch aussehendes Restaurant. Haemulshabu (해물샤브) für 10.000₩ hört sich interessant an. Was auch immer Haemulshabu sein soll - vermutlich etwas mit Fisch und Brühe und in einem Shabu-shabu-Topf serviert, oder? Kann ja nicht so falsch sein. Hinein also.

Ich hätte stutzig werden sollen, als eine Stoffserviette auf dem Tisch lag. Sowas gibt's hier eigentlich gar nicht. Hungrig und freudig erregt, bestellte ich nach kurzem Blick in die Karte das schon Auserkorene. Was dann kam, überraschte mich nicht schlecht:

  • 1. Gang: Juk (죽) - Reisbrei, hier mit Fischfonds gekocht und mit Muscheln serviert
  • 2. Gang: Grüner Salat unter Tomaten-Kiwi-Bananen-Mus (erstaunlich lecker)
  • 3. Gang (oder sind das mehr?):
    • Haemulshabu bestehend aus: Krebs, Pfahl-, Herz-, Miesmuscheln, Shrimps, Oktopüssen und Pilzen sowie Lauch und Seetang am Tisch gekocht und mit drei verschiedenen Saucen serviert;
    • eine ganze halbe geräucherten Makrele;
    • Jabchae (Glasnudelsalat);
    • Farnpfannkuchen mit scharf eingelegten Muscheln;
    • erfrischender Wasserkimchi (물김치, Mulkimchi);
    • in Sojasauce gekochte Rippchen (Kalbi, 갈비) und
    • natürlich Reis. Reis, welcher so ähnlich zubereitet wurde wie bei Samgyetang, also mit Jujube-Beeren, Ginseng und Erbsen gekocht.

  • 4. Gang: Reiswasser. Dazu wird Wasser (oder Gerstentee) in den Specksteintopf gegossen, in welchem der Reis gekocht wurde. So löst sich die festgekochte Reiskruste und gibt den von Koreanern heißgeliebten Geschmack frei.
  • 5. Gang: Obstteller bestehend aus Melone, Weintrauben und Tomaten. Ja, Tomaten. Das ist hier Obst.
  • Ein absolutes Wellbeing-Essen also. Nur gesunde Sachen. Wenn das jetzt alles nicht so viel gewesen wäre! Und so schmackhaft. So aber komme ich nach dem Essen kaum wieder hoch. Im Büro erwartet mich bestimmt das Koma.
  • 6. Gang: Zur Kasse. Hier wird fast nie am Tisch gezahlt. Überraschung! Ich habe anscheinend nicht das angepriesene Mittagsmenü, sondern eine Erwachsenenportion (zwei?) bekommen. Zu benommen und sprachungewandt, um zu streiten, zahle ich 36.000₩. Für einen Mittagssnack ein bisschen viel, für das servierte Menü allerdings durchaus fair.
보성전, 서을시 강남구 서추구 서추동 1327-29 KT 파라곤 1층, Tel. 02-3474-4488

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Montag, 6. August 2007

Samgyetang (삼계탕)

Hier ist es ja immer noch richtig schön heiß. Tagsüber 30 Grad und nachts kaum kühler. Dies verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit kann einem schon ganz schön zu schaffen machen. Koreaner leiden natürlich auch unter der Hitze und haben ihre eigenen Theorien entwickelt, wie man am besten mit dieser zurecht kommt. Nämlich durch das (gelegentliche) Essen heißer Suppen. Nimmt man eine solche zu sich, schwitzt man die Gifte im Körper aus und gewinnt Kraft, um die heißen Tage besser zu überstehen. Boshintang (보신탕, Hundesuppe) und Samgyetang (삼계탕, Hühnersuppe) sind hier die traditionellen Mittel der Wahl. Soweit die Theorie.

Ganz unabhängig davon habe ich neulich Lust auf eine Hühnersuppe gehabt und da ich schon von Samgyetang gehört hatte, wollte ich diese doch auch mal probieren. Ein einschlägiges Restaurant ist bei uns in Shinchon schnell gefunden und so stand dann auch binnen kurzem eine brodelnde Tonschüssel mit einem ganzen Huhn vor mir. Klassisch ist, dieses mit Ginseng, Ingwer, Knoblauch, Jujube-Beeren, Maronen und Klebreis zu füllen. Alles gesunde Zutaten also. Rezept: Das Huhn wird ausgenommen, gefüllt und in eine Tonschüssel gelegt. Gewürzt, mit Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht (die Hitze schrittweise reduzieren), ist es nach etwa einer Stunde servierfertig. Noch etwas feingeschnittene Lauchzwiebel darüber, denn das Auge isst ja mit. Serviert wird es üblicherweise mit Rettichkimchi (Ggagdugi, 깍두기) und einer Salz-Pfeffer-Mischung zum Würzen. Wirklich eine leckere Mahlzeit. Und wie erwartet habe ich auch tüchtig geschwitzt. Ob es mir aber Kraft gegeben hat, da bin ich mir nicht so sicher - über's Wochenende habe ich jedenfalls mit einer Erkältung im Bett gelegen. Aber das wird wohl eher an dem ständigen Wechsel zwischen Schwitzen draussen und Frieren drinnen (wg. der Klimaanlagen überall) liegen.

Ein weiteres Rezept ist bei trifood.com zu finden. Übrigens auch eine sehr empfehlenswerte Seite, um sich mit typischen anderen Gerichten in Korea vertraut zu machen. Wenn man flexibel bzgl. der Romanisierung des Hangeul ist (schon mal was von "Bibimbob" gehört?). Guten Appetit!

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Sonntag, 8. Juli 2007

Geschmackssache


Wem's schmeckt... Wir haben hier übrigens auch schon Schokolade mit Kimchi-Füllung entdeckt. :-p

Wie verschieden Geschmäcker sein können, sieht man auch daran, dass es den experimentierfreudigen Koreanern den Magen umdreht, wenn man ihnen erzählt, dass man in Deutschland süßen Milchreis isst.

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Sonntag, 10. Juni 2007

Schönen ersten Schultag, Jin-A!


Jin-A hat morgen ihren ersten Schultag im Seoul Culinary Institute, in dem sie lernen wird, wie man leckere asiatische Leckereien zubereiten wird. Nicht, dass sie das nicht schon irgendwie könnte, aber DIE Art von Speisen beherrscht sie bisher noch nicht. Ein guter Grund also. Klingt mysteriös? Gut! Denn zuviel verraten will ich hier nicht, das kann sie bei Gelegenheit ja selber machen. Ich jedenfalls freue mich. Erstens für sie, zweitens und drittens für mich, denn vielleicht bringt sie ja manchmal etwas Arbeit mit nach Hause...

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Freitag, 25. Mai 2007

Octopussy II und yummy Muscheln



Zur Abwechslung mal wieder ein paar Bilder - oder eher Filmchen - zu unserem Lieblingsthema: Essen! Wir waren kürzlich mit deutschen Bekannten "Sannagji" essen und ich muss sagen, dass dieser Oktopus (s. o.) wesentlich besser geschmeckt hat als der von vor wenigen Wochen zuvor (siehe unten Octopussy). Er war halt frischer, um nicht zu sagen: lebendiger :-), kam ja auch direkt aus dem Aquarium...



Ganz besonders zu empfehlen sind frische, auf den Grill gelegte Muscheln, die dann aufploppen und mit einer scharfen Chilipaste verzehrt werden. ...yummy...
Schaut mal, wie frisch die sind!


Und hier sieht man, wie man die Muscheln grillt!

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Montag, 26. März 2007

Lassie in the slaughterhouse


Samstag stand (Überraschung!) mal wieder vollkommen im Zeichen der Völlerei. Als Vorwand trafen wir uns mit Jin-As Mutter, Tante und Cousin, um Licht ins Dunkel um den koreanischen Mobilfunkmarkt zu bringen. Ausländer haben es hier nicht sehr leicht, ein Vertragshandy zu bekommen, Prepaid-Verträge sind nicht jedermann bekannt. Letzteren wollen wir allerdings nicht, da wenn man mehr als zwei Minuten pro Tag telefoniert, die Prepaid-Lösung sehr teuer wird. Nach drei Stunden intensiven Internet-Surfens mit Ho-Yoon sind wir jetzt jedoch etwas schlauer und werden in den nächsten Tagen versuchen, jemanden zu finden, der weiß, dass man auch Ausländern einen Mobilfunkvertrag geben kann.

Mittags gingen wir in ein sogenanntes Gesundheitssuppenhaus. In einem solchen kann man dass essen, was Koreanern die Kräfte zurückgibt, die hier insbesondere an heißen Sommertagen schwinden. Nämlich Hund. Zwei Gerichte stehen auf der Speisekarte: Hundesuppe (보신탕, boshintang = Gesundheitssuppe) und gedämpfter Hund. Unsere Wahl fiel auf zweiteres Gericht, da man mit diesem die Suppe gleich mit serviert bekommt. Das wichtigste vorweg: Hund schmeckt und zwar gar nicht schlecht. Ein bisschen wie Schweinefleisch, obgleich dunkler in der Farbe und mit festerem Fettrand versehen. Das Tier wird geschmort und teilweise zerlegt an den Tisch gebracht, dann mund- und stäbchengerecht aufgeschnitten und in einen Topf mit Fonds und Gemüse gelegt. Man nimmt sich ein Stück, legt etwas gedünsteten Schnittlauch darauf und versieht das Ganze mit etwas scharfer Chilipaste. Wer mag, kann noch frischen Knoblauch mit in den Mund stecken.

Was den ethischen Aspekt dieses Essens betrifft, so bin ich (zugegebenermaßen nach anfänglichem Zögern) der Meinung, das es vollkommen in Ordnung ist, diese extra für diesen Zweck gezüchteten Tiere zu essen. Ansonsten müßte ich ja auch auf jede andere Art von Fleisch verzichten. Es ist halt ungewohnt für uns, Hunde als Nutztiere zu sehen. Vor einigen Jahren wäre in Deutschland auch noch niemand auf die Idee gekommen, sich einen putzig aussehenden Vogel Strauß einzuverleiben. Heute scheint das ganz normal. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. In Korea mag auch nicht jeder Hundefleisch essen, jüngere Leute zwischen 20 und 30 essen dieses Gericht nicht so häufig. Ein Drittel aller Hundebesitzer hier jedoch hat Hund nicht nur auf dem Schoß gern.

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Freitag, 23. März 2007

Octopussy


Eines der ersten Dinge, die ich über Korea gehört hatte war, dass man dort (quasi) lebendigen Oktopus isst. Das wollte ich natürlich auch mal ausprobieren und Jin-As Tante war ganz begeistert davon, dass ich diese koranische Spezialität versuchen wollte. So bekamen wir heute Abend Überraschungsbesuch vom Fischmarkt und wurden mit frischestem Getier versorgt. Rohe Muscheln, blanchierter Oktopus und ebenjener roher stand auf dem Speisezettel. Statt eines Rezeptes hier ein Dokumentarfilm...



Es hat wirklich nicht schlecht geschmeckt. Ist aber ein bisschen so wie mit Froschschenkeln: die Sauce macht's.

Morgen gibt's übrigens Hund.

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Sonntag, 18. März 2007

Rohe Leber und Kälberdarm

Ho Yoon ist Jin-As Cousin und ein sehr netter Kerl. Davon haben wir uns in der Zeit, in der wir bei seiner Mutter zuhause wohnen durften, schon überzeugen können. Gestern haben wir uns mit ihm und einigen seiner Freunde verabredet und er hat uns versprochen, uns eine ganz besondere Spezialität probieren zu lassen. So trafen wir uns im Viertel bei der Hongik University und betraten ein Restaurant, welches wohl vor 20 Jahren ganz genauso ausgesehen hat wie heute. Abgewetzter Boden. Podeste, vor denen man die Schuhe auszieht und auf denen die niedrigen Tische stehen, vor denen man im Schneidersitz Platz nimmt. Ein oft genutzter Gasbrenner auf jedem Tisch und auf den sofort ungefragt eine heiße Suppe gestellt wird und die bald zu kochen beginnt. Wir bestellen Bier und die Spezialitäten des Hauses. Es kommt rohe Leber, etwas, das grau ist, mit kleinen Zotten versehen und in Streifen geschnitten ist. Natürlich verschiedene Banchan (반찬), die kleinen Beilagen zu jedem Essen. Die Koreaner bedienen sich mit den Löffeln aus dem Suppentopf und nehmen schon mal ein rohes Stück Leber als Appetizer. Das probiere ich auch und muss sagen, dass es gar nicht mal so schlecht schmeckt. Von der Konsistenz her mir jedenfalls sympathischer als das hier heißgeliebte Ddeogbbogi (떡볶이) aus Reis, was mich eher an Maden als an sonstwas erinnert. Nachdem wir die Suppe gegessen haben, wird eine heiße Steinpfanne auf die Gasflamme gestellt. In der brutzeln Kalbsdarmstücke. Knusprig gebraten, taucht man ein solches kurz in eine Sojasauce mit frischem Schnittlauch und steckt es sich in den Mund. Wirklich lecker. Man darf sich halt nur nicht zu lebhaft vorstellen, was man da gerade isst. Wobei unsereins ja auch problemlos Wurst im Naturdarm runterbringt. Im Zweifelsfall: Soju (소주) hilft wie immer beim Schlucken... Das graue Zottige und die Leber lassen sich natürlich auch in der Pfanne braten. Das schmeckt besser, zugegebenermaßen.

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Samstag, 10. März 2007

소금구이 - Sogeumgui



Wir haben heute Abend Sogeumgui gegessen - Schweinebauch, der mit Salz (Sogeum) und Pfeffer gewürzt wird und so zubereitet wird, wie es die Koreaner am meisten lieben: frisch am Tisch gegrillt (-gui). Jin-As Cousin Ho-Yoon demonstriert hier netterweise wie's gemacht wird. Erst im Stück auf den Grill legen und dann kurz vor Fertigstellung mit der Schere zerkleinern und zuende braten. Das Fleisch wird dann typischerweise in ein Salatblatt gelegt, mit scharfer Bohnenpaste und einem Stück frischem Knoblauchs garniert, eingewickelt und ganz in den Mund gesteckt. Als ein besonderer Liebesbeweis in Korea gilt es übrigens, einen solchen Happen in den Mund des Partners zu stecken. Mmmmmhhhhh...

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Donnerstag, 8. März 2007

Mast

Das war heute Abend also meine dritte warme Mahlzeit in Seoul. Nach labbrigem Weißbrot gestern zum Frühstück konnte ich mich recht schnell mit dem Vorschlag anfreunden, morgens stattdessen Reis (ein Synonym für "Essen" im Koreanischen) zu mir zu nehmen. So fing der Tag mit herzhaftem Kimchi-Jjigae (김치 찌개) und gekochten Krebsen an. Da ich gelernt habe, dass man seine Reisschüssel leeressen soll, da die Köchin sonst meint, es hätte nicht geschmeckt, habe ich tüchtig reingehauen und bin pappsatt aufgestanden. Zu meiner Verwunderung war kaum eine halbe Stunde später schon wieder eine Tafel Schokolade im Umlauf und dann noch eine große Schale Erdbeeren. Also Dinge, die ich wirklich gerne esse. Unmöglich, hier zuzugreifen. Ich spürte schon einen leichten Widerwillen.

Das wenig später eingenommene Mittagessen bestand aus leckeren Nudeln mit Pilzen, Gemüse und schwarzer Bohnenpaste. Dazu eine deftige Suppe mit Fisch und natürlich Kimchi sowie andere Beilagen, die Banchan (반찬) genannt werden und ohne die eine Mahlzeit hier einfach nicht vorstellbar ist. Hier bedient sich jeder mit Stäbchen und Löffel aus den auf dem Tisch stehenden gemeinsamen Schüsseln, eigene Portionen gibt es nur bei Suppen und dem Reis. (Schade eigentlich, denn sonst könnte ich mich einfacher vor dem brav Aufessen drücken.) Beruhigend, dass danach nicht nur ich ein ausgeprägtes Völlegefühl hatte.

Nach ewiger Telefoniererei mit Maklern, die Jin-As Tante für uns übernommen hat, stellte sich der Tip der Assistentin der Yonsei-Universität als hilfreich heraus. Wir konnten einen Besichtigungstermin vereinbaren. Nach drei Stunden Besichtigen, Überlegen, Verhandeln, Besprechen, Rechnen, Nachverhandeln, Vertrag halb unterschreiben, nochmaligem Verhandeln waren wir zwei dann erschöpfte Mieter einer sehr schönen, sehr kleinen, sehr teuren Wohnung, welche sehr nah der Uni und zudem zentral und ruhig liegt. Was zu feiern war. Natürlich mit ... einem Essen.

Leider hatte das ausgesuchte Fischrestaurant den frischen Oktopus, welchen wir bei lebendigem Leibe verzehren wollten (siehe unten) nicht im Angebot und so mussten wir uns mit einem spartanischen Mahl begnügen, in dessen Verlauf etwa 25 verschiedene Gerichte aufgetragen wurden. Der Oktopus kann warten.

Essen ist hier gar nicht mal so teuer, wie man vielleicht vermuten könnte. So haben wir gestern Abend für acht Euro pro Kopf ausgiebig gegessen und getrunken. Nicht ganz so feudal, aber trotzdem sehr lecker.

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Iss mich!


Dieser Krebs wartet im Aquarium vor einem Restaurant in Seoul auf seinen Verspeiser. Koreaner lieben Meeresfrüchte und vor vielen Restaurants finden sich Tanks mit frischem Getier. Zum Beispiel auch jenen hier, das ich jetzt einfach mal vorsichtig "Meerwürste" nenne. Ich bin zwar ziemlich experimentierfreudig in Essensdingen, aber hier stoße auch ich an meine Grenzen...

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Dienstag, 13. Februar 2007

Vorabschied


Ging leider wieder alles viel zu schnell. Aber wir kommen ja wieder!

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Mittwoch, 24. Januar 2007

Wandel der Zeiten

Der Reiskonsum der Koreaner geht zurück.

Das "National Statistic Office" gab am 18.01. bekannt, dass der jährliche durchschnittliche Reiskonsum der Koreaner abnimmt. Im Jahr 2006 lag der Reiskonsum pro Person bei 78,8 kg, was einen Rückgang von 2,4% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Seit 2001 (5,0%) ist dies der prozentual größte Rückgang. Noch vor 10 Jahren (1996) betrug der durchschnittliche Reiskonsum 104,9 kg.

Wir haben in Mailand eine Fallstudie zur Einführung einer amerikanischen Fast-Food-Marke in Korea gemacht. Erkenntnis dabei war, dass auch in Korea Fast Food sehr populär und McDonald's mit Abstand Marktführer ist. Dies dürfte also zu einem nicht unwesentlichen Teil Grund für den Rückgang sein. Zwar wird in koreanischen McDonald's ein Kimchi-Burger und Bulgogi-Burger verkauft, um sich an den lokalen Gaumen anzupassen, Reis wird jedoch nicht angeboten - schlechte Zeiten für Reisbauern.

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Dienstag, 28. November 2006

Vorfreude


Worauf ich mich freue in Korea: das Essen. Unter anderem natürlich. Hier ein paar Seiten, durch die ich mich gelegentlich einstimmen lasse:

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Freitag, 15. September 2006

Live and let die

"Octopussy" wäre vielleicht auch ein ganz passendender Titel für diesen Eintrag gewesen, denn heute geht es um etwas, was unsereins nur durch heroische Überwindung à la James Bond gelingen dürfte: das Essen lebendigen Octopus (Octopus) minor minor. Dieses Gericht steht in Korea als Sannakji (산낙지) auf der Speisekarte und wird als zart und wohlschmeckend beschrieben. Aber sehen wir selbst:

Für den aufgeschlossenen Hobbykoch hier das Rezept: Man nehme einen kleinen Kraken, schneide diesen mit der Schere in mundliche Stücke, würze leicht mit Sesamöl und Sesam und serviere frisch und zuckend.

Manch einer mag es als späte und gerechte Rache des Oktopus verstehen, dass sich die noch aktiven Saugnäpfe angeblich in der Kehle festsaugen und zu Hustenanfällen reizen können. Guten Appetit!

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