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6. Oktober 2010

(Noch un-)Passend zur Jahreszeit: Winterplay

Beim Zappen durch die Kanäle bin ich neulich auf dieses Video gestoßen und wegen der Musik und Bilder hängengeblieben. Schwingt angenehm im Ohr und amüsiert das Auge: Touché Mon Amour (투셰모나모) von Winterplay, einer koreanischen Jazz-Gruppe.



Mehr über Winterplay erfährt man wohl am besten aus erster Hand auf ihrer Homepage oder der Facebook-Seite. Freundinnen des koreanischen Fernseh-Dramas wird vielleicht noch interessieren, dass sie auch einen Titel zum Soundtrack der Serie 누구세요 (Wer sind Sie?) geliefert haben.

27. September 2010

Morgens halb zwei in Seoul...



Morgens um halb zwei in Seoul. Kein Frühstückchen, sondern harte Arbeit. Noch Fragen, warum das Bruttosozialprodukt hier so stark gewachsen ist?


Quelle: Wikipedia

23. September 2010

15. September 2010

Nachts im Taxi durch Seoul


Wenn man nachts im Taxi durch Seoul fährt, kann es passieren, dass man sich vor lauter Technik wie in einem Flugzeugcockpit vorkommt. Ein bis zwei Navigationsgeräte, Taxameter, Kreditkarten- und T-Money-Lesegerät sowie Unterhaltungselektronik sind hier mit an Bord. Zum Glück hat der Fahrer auch gerne mal einen Fernseher im Auto (hier links im Bild), so dass er weniger Gefahr läuft einzuschlafen.

Hilfe für Touristen in Seoul

Wir hatten neulich Schwierigkeiten mit der Buchung eines Hotels. Es war zum Verzweifeln: Trotz englischsprachigem Personal und mehrerer Anrufe (auf Englisch und Koreanisch) war es nicht möglich, herauszufinden, ob wir ein Zimmer für einen bestimmten Zeitraum buchen konnten. Und das lag nicht etwa daran, dass das Hotel ausgebucht gewesen wäre, das konnten wir anhand der Webseite www.innostel.com herausfinden, über die man günstige Hotels in Korea buchen kann. Dem abends anwesenden Personal war wohl nicht klar, das Reservierungen überhaupt möglich wären. Da es an Chusok unglaublich schwierig war ein Hotel zu finden, wollten wir nicht einfach aufgeben, sondern haben nach anderen Wegen gesucht, um Klarheit zu bekommen.

Zum Glück stiessen wir auf den Telefonservice der koreanischen Tourismusorganisation KTO, die unter der Nummer 1330 (02-1330 vom Handy aus) einen 24-Stunden-Service in englischer Sprache betreibt. Nach einem Anruf dort setzten die sich mit dem Hotel in Verbindung, klärten unser Anliegen und so konnten wir endlich buchen. Wahnsinnig hilfreich!

11. September 2010

Was wir hier (ein wenig) vermissen: Weinkultur

Es gehört zu den Gemeinplätzen, dass man erst dann etwas zu schätzen weiß, wenn man es nicht mehr hat. Und wie so oft, enthält auch dies Aussage wohl ein Körnchen Weissheit. Jedenfalls ist es hier nicht so einfach, ordentlichen Wein zu einem verschmerzbaren Preis zu bekommen. Kaufhäuser wie Hyundai Department Store, Lotte oder Home Plus verkaufen in der Lebensmittelabteilung zumindest einfache Qualitäten italienischer oder spanischer Rotweine (welche hier beliebter sind als Weißweine) ab 10.000 ₩, beim derzeit günstigen Won also etwa 7 EUR. Das ist schätzungsweise doppelt so teuer wie in Deutschland. Eine Flasche Champagner (aus gegebenem Anlass) in der Weinbar im 63 Building (mit zugegebenermaßen wunderbarem Blick über Seoul) fängt bei 140.000 ₩ (~ 95 EUR) an, wobei dort seit neuestem noch 10% Trinkgeld und 12% Steuern dazukommen.

So ist es doch schön, auf das Angebot der ARD zurückgreifen zu können und sich zumindest theoretisch mit dem Thema Wein zu beschäftigen. Ein Klick auf das Bild oben bringt Dich zur Seite des SWR mit vielen leckeren Filmchen. Prost!

9. September 2010

Herzlichen Glückwunsch, Marcus!


Da wir heute nicht mit Dir anstoßen können, senden wir eben unsere Allerherzlichsten auf diesem Weg. Feier' schön, wir freuen uns auf's Wiedersehen! :-)

28. Oktober 2008

Der Beginn von etwas Neuem

Derzeit lese ich diese Seite mit Interesse. Irgendwann ist mein Projekt hier in Frankfurt ja auch mal zu Ende, so dass wir ja schon mal so langsam mit Planungen für die Zeit danach anfangen können...

Und einen herzlichen Gruß an alle, die diesen Eintrag lesen! Wahrscheinlich hast Du den RSS-Feed abonniert. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Anfang von einer neuen Runde Blog-Einträge...

9. Dezember 2007

Abschied aus Seoul

Jetzt ist es auch an uns, das Land zu verlassen. Wir packen gerade die letzten Siebensachen in unsere Koffer und werden in einer Stunde das Hotel verlassen, um mittags unseren Flieger in die Heimat zu nehmen. Weitere 250 kg Gepäck sind auf 15 Kisten verteilt schon auf dem Wasserweg unterwegs. Es ist doch einiges zusammengekommen, was wir in Deutschland nicht missen wollen. Andenken natürlich, aber auch Dinge, die uns täglich an Korea erinnern sollen wie Geschirr und Kochutensilien.

Die hinter uns liegende Zeit war sehr erlebnisreich und intensiv, so dass es nicht leicht fällt, zu gehen. Auch haben wir viele nette Menschen kennen gelernt, die wir vermissen werden. Aber es gibt auch viele Dinge und insbesondere Menschen, auf die ich mich sehr freue. Und es gibt gute Gründe, wieder her zu kommen. Und das könnte möglicherweise schon recht bald sein, zumindest arbeite ich mal darauf hin. Also sehe ich das mal nicht in erster Linie als Abschied, sondern eher als den Beginn von etwas Neuem.

22. Oktober 2007

Perspektiven

Heute kommt der letzte offizielle Punkt des Programms: die Graduierungszeremonie. Endlich - die letzten Wochen waren noch mal eine Quälerei. Jetzt aber ist alles gut und ich habe die Ehre, im Namen der Teilnehmer ein paar Worte zum Abschied sagen zu dürfen. Wer an der Teilnahme verhindert ist oder einfach nicht fünf Stunden warten kann, dem sei vorab verraten, dass dem Anlass angemessen der Tenor ein positiver sein wird. Vornehmlich, aber nicht nur. Denn weite Teile des Programms waren rückblickend schlecht geplant, schlecht organisiert, schlecht gemacht. Und das betrifft alle beteiligten Institutionen von der Kommission, den Koordinatoren in Paris und Seoul bis hin zur Sprachschule hier. Aber Spaß gemacht hat es auch und war eine sehr interessante Erfahrung. Und manche der Fremden, die ich hier kennengelernt habe, sind Freunde geworden und werden es auch bleiben. Sehr bereichernd.

Nach vorne schauend und die nähere Zukunft bis zu unserer Abreise Anfang Dezember planend, lese ich dieses Blog. Und freue mich auf noch mal ganz andere Erfahrungen!

6. Oktober 2007

Gedämpftes Huhn in Sinchon


Heute gab es nach der Sprachschule ein leckeres gedämpftes Hühnchen (Jjimdalg oder 찜닭) mit Jin-A und meiner Lehrerin vom KLI. Nur ein paar Schritte unterhalb vom Bahnhof in Shinchon ist ein Restaurant, wo abends Studenten Schlange stehen, um einen dieser Teller zu verspeisen. 7.000 ₩ pro Person (also etwa 6 €) ist wirklich nicht viel und wir haben nicht mal alles aufessen können.

9. September 2007

4. September 2007

Das unorganisierte Verbrechen oder: MÜENCHEN

Von der Fremdsprache geht eine Faszination aus. Da es wichtig erscheint, bemüht sich hier jeder, Englisch zu lernen. Das tut zwar weh und klappt auch nicht immer, dennoch ist der Enthusiasmus ungebremst. T-Shirts legen davon beredtes Zeugnis ab. Und irgendwie ist der unbefangene Umgang mit fremder Rechtschreibung und Grammatik auch ganz sympathisch.

Wenn mir jemand erklären könnte, ob es dabei um Gefängnisse oder Alkohol geht, wäre ich dankbar.

Whatever. Auf jeden Fall hoffe ich SO SEHR, dass der iconic WALL POINT auch mal meine Phantasie trifft!

29. August 2007

Alles, was man so braucht...


... findet man auf dem Namdaemun Markt (남대문 시장). Rund um die Uhr wird von mehr als 1.000 Groß- und Einzelhändlern günstig angeboten, was der Haushalt begehrt: Lebensmittel, Haushaltsartikel, Ginseng aller Art, Uhren und Textilien. Ab 24°° Uhr öffnen die Großhändler, ab 7°° Uhr die Einzelhändler. Und mit ein paar Brocken Koreanisch lassen sich leichter Schnäppchen erheischen. "Kaka chuseyo" (깎아 주세요) begleitet von einem freundlichen Lächeln heißt soviel wie "Geben Sie mir bitte Rabatt" und funktioniert auch meist.

28. August 2007

Happiness comes from small thing


Graffiti in einer Unterführung in Hongdae.

24. August 2007

Métro, boulot, dodo Seoul


Was von sieben bis sieben ausserhalb meines cubicles so passiert.

14. August 2007

Kreuz und Quer

Sowas schon mal gesehen?
Zebrastreifen in Seoul! So geht man hier über die Straßen!

Ice Ice Baby!

Der Sommer hier ist HEISS!!!! Was ja nichts Ungewöhnliches ist, allerdings kombiniert mit extremst hoher Luftfeuchtigkeit ist das echt grausam... Will heißen: wir produzieren literweise Schweiß, sind gelähmt, haben schlaflose Nächte, der Kreislauf spinnt total...wir leiden! Was tun?! Wir gönnten uns eine Abkühlung - im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar in der Ice Bar namens Sub Zero.

Ihr mögt vielleicht von Ice-Hotels in Schweden oder Canada gehört haben sowie einer Ice-Bar in Japan ... nun, sowas arktisches findet sich hier auch in Seoul seit April (Internetseite ist hier).

Eintritt kostet 15.000 Won (ca. 12 Euro). Man bekommt einen Riesen-Parka, Handschuhe sowie warme Boots geliehen. Zu Trinken gibt´s hier - natürlich - Vodka, was im Eintrittspreis mit inbegriffen ist... So bestellten wir uns zwei Vodka-Cocktails im Eisglas, bestaunten noch die Eisskulpturen und waren auch schon recht schnell fertig mit allem, da es sich bei Minus 6 Grad nicht wirklich lange aushalten lässt (Rekord zweier Schweizer lagen bei über 2 Stunden) und so haben wir dann nach 20 Minuten kapitulieren müssen - die Abkühlung hat trotzdem gut getan!!!!




7. August 2007

해물샤브 - Haemulshabu in Kangnam

Mein Tag in Bildern
Eigentlich wollte ich ja nur eine Kleinigkeit essen. 300 Meter von meinem Büroturm entfernt, lockte mich ein Schild in ein sympathisch aussehendes Restaurant. Haemulshabu (해물샤브) für 10.000₩ hört sich interessant an. Was auch immer Haemulshabu sein soll - vermutlich etwas mit Fisch und Brühe und in einem Shabu-shabu-Topf serviert, oder? Kann ja nicht so falsch sein. Hinein also.

Ich hätte stutzig werden sollen, als eine Stoffserviette auf dem Tisch lag. Sowas gibt's hier eigentlich gar nicht. Hungrig und freudig erregt, bestellte ich nach kurzem Blick in die Karte das schon Auserkorene. Was dann kam, überraschte mich nicht schlecht:

  • 1. Gang: Juk (죽) - Reisbrei, hier mit Fischfonds gekocht und mit Muscheln serviert
  • 2. Gang: Grüner Salat unter Tomaten-Kiwi-Bananen-Mus (erstaunlich lecker)
  • 3. Gang (oder sind das mehr?):
    • Haemulshabu bestehend aus: Krebs, Pfahl-, Herz-, Miesmuscheln, Shrimps, Oktopüssen und Pilzen sowie Lauch und Seetang am Tisch gekocht und mit drei verschiedenen Saucen serviert;
    • eine ganze halbe geräucherten Makrele;
    • Jabchae (Glasnudelsalat);
    • Farnpfannkuchen mit scharf eingelegten Muscheln;
    • erfrischender Wasserkimchi (물김치, Mulkimchi);
    • in Sojasauce gekochte Rippchen (Kalbi, 갈비) und
    • natürlich Reis. Reis, welcher so ähnlich zubereitet wurde wie bei Samgyetang, also mit Jujube-Beeren, Ginseng und Erbsen gekocht.

  • 4. Gang: Reiswasser. Dazu wird Wasser (oder Gerstentee) in den Specksteintopf gegossen, in welchem der Reis gekocht wurde. So löst sich die festgekochte Reiskruste und gibt den von Koreanern heißgeliebten Geschmack frei.
  • 5. Gang: Obstteller bestehend aus Melone, Weintrauben und Tomaten. Ja, Tomaten. Das ist hier Obst.
  • Ein absolutes Wellbeing-Essen also. Nur gesunde Sachen. Wenn das jetzt alles nicht so viel gewesen wäre! Und so schmackhaft. So aber komme ich nach dem Essen kaum wieder hoch. Im Büro erwartet mich bestimmt das Koma.
  • 6. Gang: Zur Kasse. Hier wird fast nie am Tisch gezahlt. Überraschung! Ich habe anscheinend nicht das angepriesene Mittagsmenü, sondern eine Erwachsenenportion (zwei?) bekommen. Zu benommen und sprachungewandt, um zu streiten, zahle ich 36.000₩. Für einen Mittagssnack ein bisschen viel, für das servierte Menü allerdings durchaus fair.
보성전, 서을시 강남구 서추구 서추동 1327-29 KT 파라곤 1층, Tel. 02-3474-4488

6. August 2007

Samgyetang (삼계탕)

Hier ist es ja immer noch richtig schön heiß. Tagsüber 30 Grad und nachts kaum kühler. Dies verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit kann einem schon ganz schön zu schaffen machen. Koreaner leiden natürlich auch unter der Hitze und haben ihre eigenen Theorien entwickelt, wie man am besten mit dieser zurecht kommt. Nämlich durch das (gelegentliche) Essen heißer Suppen. Nimmt man eine solche zu sich, schwitzt man die Gifte im Körper aus und gewinnt Kraft, um die heißen Tage besser zu überstehen. Boshintang (보신탕, Hundesuppe) und Samgyetang (삼계탕, Hühnersuppe) sind hier die traditionellen Mittel der Wahl. Soweit die Theorie.

Ganz unabhängig davon habe ich neulich Lust auf eine Hühnersuppe gehabt und da ich schon von Samgyetang gehört hatte, wollte ich diese doch auch mal probieren. Ein einschlägiges Restaurant ist bei uns in Shinchon schnell gefunden und so stand dann auch binnen kurzem eine brodelnde Tonschüssel mit einem ganzen Huhn vor mir. Klassisch ist, dieses mit Ginseng, Ingwer, Knoblauch, Jujube-Beeren, Maronen und Klebreis zu füllen. Alles gesunde Zutaten also. Rezept: Das Huhn wird ausgenommen, gefüllt und in eine Tonschüssel gelegt. Gewürzt, mit Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht (die Hitze schrittweise reduzieren), ist es nach etwa einer Stunde servierfertig. Noch etwas feingeschnittene Lauchzwiebel darüber, denn das Auge isst ja mit. Serviert wird es üblicherweise mit Rettichkimchi (Ggagdugi, 깍두기) und einer Salz-Pfeffer-Mischung zum Würzen. Wirklich eine leckere Mahlzeit. Und wie erwartet habe ich auch tüchtig geschwitzt. Ob es mir aber Kraft gegeben hat, da bin ich mir nicht so sicher - über's Wochenende habe ich jedenfalls mit einer Erkältung im Bett gelegen. Aber das wird wohl eher an dem ständigen Wechsel zwischen Schwitzen draussen und Frieren drinnen (wg. der Klimaanlagen überall) liegen.

Ein weiteres Rezept ist bei trifood.com zu finden. Übrigens auch eine sehr empfehlenswerte Seite, um sich mit typischen anderen Gerichten in Korea vertraut zu machen. Wenn man flexibel bzgl. der Romanisierung des Hangeul ist (schon mal was von "Bibimbob" gehört?). Guten Appetit!