tag:blogger.com,1999:blog-319967932007-12-13T20:42:54.909+01:00Going to KoreaJenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comBlogger134125tag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-60822996848051315082007-12-08T23:46:00.000+01:002007-12-08T23:58:52.758+01:00Abschied aus SeoulJetzt ist es auch an uns, das Land zu verlassen. Wir packen gerade die letzten Siebensachen in unsere Koffer und werden in einer Stunde das Hotel verlassen, um mittags unseren Flieger in die Heimat zu nehmen. Weitere 250 kg Gepäck sind auf 15 Kisten verteilt schon auf dem Wasserweg unterwegs. Es ist doch einiges zusammengekommen, was wir in Deutschland nicht missen wollen. Andenken natürlich, aber auch Dinge, die uns täglich an Korea erinnern sollen wie Geschirr und Kochutensilien.<br /><br />Die hinter uns liegende Zeit war sehr erlebnisreich und intensiv, so dass es nicht leicht fällt, zu gehen. Auch haben wir viele nette Menschen kennen gelernt, die wir vermissen werden. Aber es gibt auch viele Dinge und insbesondere Menschen, auf die ich mich sehr freue. Und es gibt gute Gründe, wieder her zu kommen. Und das könnte möglicherweise schon recht bald sein, zumindest arbeite ich mal darauf hin. Also sehe ich das mal nicht in erster Linie als Abschied, sondern eher als den Beginn von etwas Neuem.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-73840369502451155652007-11-29T15:43:00.000+01:002007-11-29T16:57:14.410+01:00Im Osten was Neues<a href="http://picasaweb.google.com/Hagemeyer/China/photo#5138286517174839362"><img src="http://lh6.google.com/Hagemeyer/R07cXRJiqEI/AAAAAAAAArs/TxULyLiY8UQ/s288/P1080069.JPG" /></a><br />Wir sind seit drei Wochen in China. Da wir von hier aus so gut wie nie Internetzugang hatten, gab's auch keine Neuigkeiten im Blog. Aber jetzt. Mehr Bilder gibt es <a href="http://picasaweb.google.com/Hagemeyer/China" target="_blank" title="Zu den Bildern bei Picasa">hier bei Picasa</a>.<br /><br />Wir haben uns von Beijing (und zu Besuch bei Dirk) aus nach Xian (zu den Terracotta-Kriegern), Hangzhou (zu Natalie und Bernd) und Shanghai bis nach Guangzhou vorgearbeitet. Im Vergleich zu Korea ist das Land natuerlich riesig und bietet entsprechend auch viel mehr Abwechslung. Auch kulinarisch, was unsereins ja ganz besonders freut. Photos von Schlangenschnaps, Schild- und sonstigen Kroeten zum Verzehr folgen also in Baelde. (Keine Sorge, auch wir haben Schmerzgrenzen.)<br /><br />Bald geht's zurueck nach Deutschland und auch das hat einiges fuer sich. Weihnachten ohne Gluehwein waere einfach nicht das gleiche...Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-65128115865413696532007-10-22T04:18:00.001+02:002007-10-22T06:41:17.505+02:00Perspektiven<img style="float:left; width:275; height: 375; margin:0 10px 10px 0; border:0" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Emperor_Qin.jpg" title="Kaiser Qin mit Gelehrtenhut" />Heute kommt der letzte offizielle Punkt des Programms: die Graduierungszeremonie. Endlich - die letzten Wochen waren noch mal eine Quälerei. Jetzt aber ist alles gut und ich habe die Ehre, im Namen der Teilnehmer ein paar Worte zum Abschied sagen zu dürfen. Wer an der Teilnahme verhindert ist oder einfach nicht fünf Stunden warten kann, dem sei vorab verraten, dass dem Anlass angemessen der Tenor ein positiver sein wird. Vornehmlich, aber nicht nur. Denn weite Teile des Programms waren rückblickend schlecht geplant, schlecht organisiert, schlecht gemacht. Und das betrifft alle beteiligten Institutionen von der Kommission, den Koordinatoren in Paris und Seoul bis hin zur Sprachschule hier. Aber Spaß gemacht hat es auch und war eine sehr interessante Erfahrung. Und manche der Fremden, die ich hier kennengelernt habe, sind Freunde geworden und werden es auch bleiben. Sehr bereichernd.<br /><br />Nach vorne schauend und die nähere Zukunft bis zu unserer Abreise Anfang Dezember planend, lese ich <a href="http://www.eatingchina.com" target="_blank" title="www.eatingchina.com - The Chopstick Chronicles">dieses Blog</a>. Und freue mich auf noch mal ganz andere Erfahrungen!Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-50133233538357762382007-10-06T08:16:00.000+02:002007-10-22T05:00:13.426+02:00Gedämpftes Huhn in Sinchon<a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Jjimdalg.jpg" title="" target="_blank"><img style="width:450px;height:350px; margin:0 10px 10px 0; border:0" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Jjimdalg_k.jpg" /></a><br />Heute gab es nach der Sprachschule ein leckeres gedämpftes Hühnchen (Jjimdalg oder 찜닭) mit Jin-A und meiner Lehrerin vom KLI. Nur ein paar Schritte unterhalb vom Bahnhof in Shinchon ist ein Restaurant, wo abends Studenten Schlange stehen, um einen dieser Teller zu verspeisen. 7.000 ₩ pro Person (also etwa 6 €) ist wirklich nicht viel und wir haben nicht mal alles aufessen können.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-91920684560188326362007-09-22T17:00:00.000+02:002007-09-27T16:05:55.664+02:00Viel zu feiern<a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/40.jpg" title="" target="_blank"><img style="border: 0pt none ; margin: 0px 0px 10px; width: 450px; height: 350px;" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/40_k.jpg" title="" /></a><br />Danke, Jin-A.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-62551796862627716692007-09-09T14:09:00.000+02:002007-09-11T12:21:51.031+02:00Verliebt, verlobt.<IMG style="width: 450px; height:300px" SRC='http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Verlobt.jpg' border=0 alt='' >Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-65334752155223021652007-09-04T06:21:00.000+02:002007-09-04T06:56:29.445+02:00Das unorganisierte Verbrechen oder: MÜENCHENVon der Fremdsprache geht eine Faszination aus. Da es wichtig erscheint, bemüht sich hier jeder, Englisch zu lernen. Das tut zwar weh und klappt auch nicht immer, dennoch ist der Enthusiasmus ungebremst. T-Shirts legen davon beredtes Zeugnis ab. Und irgendwie ist der unbefangene Umgang mit fremder Rechtschreibung und Grammatik auch ganz sympathisch.<br /><a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/bars.jpg" target="_blank" title="bars"><img style="margin: 10px 0px; width: 450px; height: 250px;" alt="" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/bars_k.jpg" border="0" /></a><br />Wenn mir jemand erklären könnte, ob es dabei um Gefängnisse oder Alkohol geht, wäre ich dankbar.<br /><a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/i_could_be.jpg" target="_blank" title="I could be more control"><img style="margin: 10px 0px; width: 450px; height: 250px;" alt="" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/i_could_be_k.jpg" border="0" /></a><br />Whatever. Auf jeden Fall hoffe ich SO SEHR, dass der iconic WALL POINT auch mal meine Phantasie trifft!<br /><a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/iconic_wall_point.jpg" target="_blank" title="iconic WALL POINT"><img style="margin: 10px 0px; width: 450px; height: 250px;" alt="" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/iconic_wall_point_k.jpg" border="0" /></a>Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-16888027560475145772007-08-30T02:22:00.000+02:002007-08-30T06:46:31.344+02:00Subprime loans<div style="text-align: center;"><a href="http://cornered.co.nr/" target="_blank" title=""><img style="border: 0pt none ; height: 400px;" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Subprime_loans.jpg" /></a></div><br />Dieses Bild bringt sehr schön den Hintergrund der Immobilienkreditkrise in den USA auf den Punkt. Ohne die Bonität der Kreditnehmer ausreichend zu prüfen, wurden viele Kredite im Vertrauen auf immer weiter steigende Immobilienpreise vergeben. Das Ende des Booms brachte das System "kaufe Haus, dass ich mir zwar momentan nicht leisten kann, aber dessen Wertsteigerung den Kredit schon tilgen wird" zum abrupten Ende. Wer cleverer Bankier war, verkaufte die riskanten Forderungen rechtzeitig weiter und hat jetzt nicht unter den Zahlungsausfällen zu leiden. Einige Verluste sind ja auf diesem Wege nach Europa gekommen. Für das SERI schreibe ich derzeit einen Artikel über die vermutlichen Auswirkungen der Krise auf die europäische Wirtschaft.<br /><br />Hier in Korea sagt man 소 잃고 외양간 고친다, was soviel bedeutet wie "Nachdem die Kuh weg ist, wird der Stall repariert". Hoffentlich passiert das auch und die Finanzinstitutionen verbessern ihre Kontrollmechanismen.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-1656177559378080322007-08-29T02:45:00.000+02:002007-08-29T03:23:22.287+02:00Alles, was man so braucht...<img title="Jeansverkäufer auf dem Namdaemun Markt in Seoul" style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 0px 0px 10px; BORDER-LEFT: 0px; WIDTH: 450px; BORDER-BOTTOM: 0px; HEIGHT: 600px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Blue_Jeans_on_Namdaemun_Market.jpg" /><br />... findet man auf dem <a title="" href="http://english.tour2korea.com/06shopping/WhereToshop/Depth04.asp?sight=Shopping&sightseeing_id=39&ADDRESS_1=6142&ADDRESS_2=5541&konum=&kosm=m6_3" target="_blank">Namdaemun Markt</a> (남대문 시장). Rund um die Uhr wird von mehr als 1.000 Groß- und Einzelhändlern günstig angeboten, was der Haushalt begehrt: Lebensmittel, Haushaltsartikel, Ginseng aller Art, Uhren und Textilien. Ab 24°° Uhr öffnen die Großhändler, ab 7°° Uhr die Einzelhändler. Und mit ein paar Brocken Koreanisch lassen sich leichter Schnäppchen erheischen. "Kaka chuseyo" (깎아 주세요) begleitet von einem freundlichen Lächeln heißt soviel wie "Geben Sie mir bitte Rabatt" und funktioniert auch meist.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-8780581424349654172007-08-28T02:09:00.000+02:002007-08-28T02:16:53.113+02:00Happiness comes from small thing<a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/happiness.jpg" title="Bild vergrößern" target="_blank"><img style="border: 0pt none ; margin: 0px 0px 10px 0px; width: 450px; height: 350px;" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/happiness_k.jpg" /></a><br /><div style="text-align: center;">Graffiti in einer Unterführung in Hongdae.</div>Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-6822917238365965942007-08-27T11:15:00.000+02:002007-08-27T11:35:40.453+02:00Scharf<div style="text-align: center;"><img style="border: 0pt none ; margin: 0px 10px 10px 0px; width: 150px; height: 150px;" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/cut.jpg" title="Nicht weinen. Über das Buch 'Knife Skills Illustrated' von Peter Hertzmann" /></div>Vor zwei Jahren habe ich auf der appetitanregenden Webseite <a href="http://www.hertzmann.com/" title="Zur Webseite 'à la carte' von Peter Hertzmann" target="_blank"><span style="font-style: italic;">à la carte</span></a> von Peter Hertzmann einige bildschöne Illustrationen über das kunstfertige Zerteilen von Zutaten gesehen und mich sofort darin verguckt. Leider waren diese Seiten dort nicht lange zu finden. Insgeheim habe ich seitdem aber gehofft, dass der gute Mann uns diese schönen Anleitungen vorenthält, um ein verkaufbares Buch daraus zu machen. Hat er jetzt und <a href="http://www.knife-skills-book.com/" title="Peter Hertzmann: Knife Skills Illustrated - A User's Manual" target="_blank">hier</a> steht mehr darüber.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-55038458655432374562007-08-24T03:31:00.000+02:002007-08-29T03:26:33.407+02:00Métro, boulot, dodo Seoul<a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Bueroalltag_g.jpg" target="_blank" title="Was von 7°° bis 19°° Uhr ausserhalb des Büros so passiert"><img style="border: 0pt none ; margin: 0pt 0px 10px 0pt; width: 450px; height: 450px;" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Bueroalltag_k.jpg" /></a><br />Was von sieben bis sieben ausserhalb meines <span style="font-style: italic;"><a href="http://going-to-korea.blogspot.com/2007/08/morgenstund.html" title="Zum Blogeintrag 'Morgenstund'">cubicles</a></span> so passiert.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-78804424345707337662007-08-23T03:34:00.000+02:002007-08-23T03:46:25.884+02:00Irgendwann klappt's bestimmt<img title="Civic group members in Busan, South Korea's largest port city, hold up the sign 2020 during a campaign on Aug. 16 in support of the city's effort to host the 2020 Summer Olympic Games. (Yonhap News)" style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 0px 0px 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; WIDTH: 450px; BORDER-BOTTOM: 0px; HEIGHT: 300px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Olympics_Busan.jpg" /><br />So leicht geben Koreaner nicht auf. Nachdem die <a title="Zum Blogeintrag über die Bewerbung für die Winterspiele 2014" href="http://going-to-korea.blogspot.com/2007/02/games-must-go-on.html" target="_new">Winterspiele 2014 nicht nach Pyeongchang</a>, sondern nach Russland gegangen sind, bewirbt man sich eben für die olympischen Sommerspiele 2020. Austragungsort soll Busan werden, eine sehr schöne Hafenstadt im Osten Koreas. Viel Glück!Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-44012102830244024852007-08-22T06:54:00.000+02:002007-08-23T03:57:37.467+02:00Posco geht nach Indien<a href="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Posco_g.jpg" target="_blank" title="Posco-Stahlwerk in Korea"><img style="border: 0pt none ; margin: 0pt 0px 10px 0pt;" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Posco_k.jpg" /></a><br />Koreas <a href="http://www.forbes.com/lists/2006/18/South_Korea_Rank_1.html" target="_blank" title="Forbes-Global-2000-Liste mit den größten koreanischen Unternehmen">viertgrößtes Unternehmen</a> ist Posco. Der teilstaatliche Konzern ist der viertgrößte Stahlerzeuger weltweit, was ja durchaus erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass es in Südkorea keine nennenswerten Vorkommen von Erz oder Kohle gibt und die Rohstoffe per Schiff nach Korea transportiert werden müssen. Auf dieser Basis hat man im letzten Jahr 23 Milliarden USD Umsatz gemacht. Die Nachfrage hierzulande ist immens, schließlich bauen Koreaner die größten Schiffe der Welt. Und wenn die Chinesen letztes Jahr nicht aufgeholt hätten, auch immer noch die meisten.<br /><br />Da allerdings auch hier Grenzen des Wachstums erkennbar werden, hat sich Korea auf die Suche nach neuen Märkten gemacht und einen davon in Indien gefunden. 2005 wurde mit der indischen Regierung vereinbart, dass ab dem Jahr 2007 ein neues Stahlwerk in einer rohstoffreichen Region an der Ostküste gebaut werden soll. Ganze 12 Milliarden USD sollen investiert werden. Damit steht Posco nicht allein. Auch Arcelor-Mittal (die japanische Nr. 1 der Branche) und MKK, ein russischer Konzern, werden dort Stahlwerke errichten. Die relative Nähe zu China ist zudem sicher kein Nachteil. Vor Baubeginn jedoch müssen noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. Schürflizenzen für Erz, Umweltauflagen, Grundstückskäufe, Rechte als Sonderwirtschaftszone und Hafenzugang sind noch nicht geklärt. In Abhängigkeit vom politischen Willen der indischen Regierung und der Konzessionsbereitschaft der Koreaner kann sich dies noch länger hinziehen.<br /><br />Quellen: <a href="http://www.korea.net/news/news/newsview.asp?serial_no=20070814026" title="Korea.net - POSCO-India Project: Defining Milestone for Indian Economy" target="_blank">Korea.net</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Orissa" title="Wikipedia-Eintrag zur Region Orissa (englisch)" target="_blank">Wikipedia</a>Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-46462538435741723072007-08-17T11:55:00.000+02:002007-08-30T06:45:49.994+02:00Asien in der Krise<img style="width:450px; height:300px; margin:0 0px 10px 0; border:0" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Finanzkrise.jpg" /><br />Auch hier in Korea hat die internationale Nervosität an den Kredit- und Aktienmärkten zu drastischen Kursverlusten geführt. War der KOSPI noch vor kurzem auf einem Stand von über 2.000 Punkten, so ist er gestern auf weit unter 1.700 Punkte gesunken. Angeblich sind vor allem ausländische Investoren aus koreanischen Titeln ausgestiegen und haben so den Index unter Druck gebracht. <br /><br />Das sind jedoch nicht die einzigen Folgen. Der Wirtschaft hier geht zwar es gut, jedoch ist man natürlich als Exportnation auf eine gesunde Nachfrage aus dem Ausland angewiesen. Und so kann es kommen, dass der Preisverfall am amerikanischen Immobilienmarkt dazu führt, dass Joe Sixpack keine Refinanzierung für's Häusle bekommt und statt der Anzahlung auf den neuen koreanischen <acronym title="Sport Utility Vehicle">SUV</acronym> seine Hypothek bedient. Kann sich also auch durchaus im Exportgeschäft bemerkbar machen.<br /><br />Genau wie in der ganzen Welt haben auch in Korea die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren kräftig angezogen. Da eine durchschnittliche Wohnung in Seoul nicht unter einer Million Dollar zu haben ist, wird natürlich auch finanziert. Da die gebeutelten Banken ihre Finanzierungen weiterverkaufen können, wird sich dies natürlich auf die nächste Generation der koreanischen Immobilienerwerber auswirken: bessere Sicherheiten und höherer Eigenanteil wird die Folge sein. Normalerweise müssten dann die Preise etwas nachgeben. Aufgrund der derzeit starken Regulierung des Immobilienmarktes ist dies aber nicht zu erwarten. Mal gut, dass wir Mieter sind.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-86580539240881108142007-08-15T03:50:00.000+02:002007-08-23T03:56:52.104+02:00Independence Day<img title="Aug. 14, SEOUL, South Korea -- Decendants of anti-Japanese Korean independence fighters living in foreign countries look around the Independence Park in western Seoul on Aug. 14, a day before the Aug. 15 Korean Libration Day. The park sits on what was once a prison where Korean independence fighters languished during the Japanese colonial rule of the Korean Peninsula from 1910-45. (Yonhap News)" style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 0px 0px 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; WIDTH: 450px; BORDER-BOTTOM: 0px; HEIGHT: 300px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/IndependenceDay.jpg" /><br />So ein koreanischer Unabhängigkeitstag ist ja immer eine schöne Gelegenheit, an die Greueltaten der Japaner bis 1945 zu erinnern. Korea feiert diesen jedes Jahr am 15. August und wir feiern mit. Zwar gehen wir nicht in den <em>Independence Park</em>, der auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses für Freiheitskämpfer gegen die Japaner liegt, aber wir machen trotzdem das Beste aus dem freien Tag. Zuhause bleiben und gesund werden ist der Plan.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-39102684114567865862007-08-14T16:44:00.000+02:002007-08-23T03:58:20.290+02:00Kreuz und QuerSowas schon mal gesehen?<br />Zebrastreifen in Seoul! So geht man hier über die Straßen!<br /><br /><object width="425" height="350"> <param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZSQem3SsBsg"> </param> <embed src="http://www.youtube.com/v/ZSQem3SsBsg" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"> </embed> </object>Jin-Ahttp://www.blogger.com/profile/08431434004253720135noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-52316782990207859872007-08-14T15:48:00.000+02:002007-08-23T04:07:09.973+02:00Ice Ice Baby!Der Sommer hier ist HEISS!!!! Was ja nichts Ungewöhnliches ist, allerdings kombiniert mit extremst hoher Luftfeuchtigkeit ist das echt grausam... Will heißen: wir produzieren literweise Schweiß, sind gelähmt, haben schlaflose Nächte, der Kreislauf spinnt total...wir leiden! Was tun?! Wir gönnten uns eine Abkühlung - im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar in der Ice Bar namens Sub Zero.<br /><a target="_blank" href="http://bp0.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG4Te4cDjI/AAAAAAAAAxQ/ORnZWDlcTds/s1600-h/CIMG4360.JPG"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098558898006920754" style="margin: 10px 0px 10px 0px;CURSOR: hand" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG4Te4cDjI/AAAAAAAAAxQ/ORnZWDlcTds/s320/CIMG4360.JPG" border="0" /></a><br />Ihr mögt vielleicht von Ice-Hotels in Schweden oder Canada gehört haben sowie einer Ice-Bar in Japan ... nun, sowas arktisches findet sich hier auch in Seoul seit April (Internetseite ist <a href="http://www.blogger.com/www.icebarseoul.com">hier</a>).<br /><br />Eintritt kostet 15.000 Won (ca. 12 Euro). Man bekommt einen Riesen-Parka, Handschuhe sowie warme Boots geliehen. Zu Trinken gibt´s hier - natürlich - Vodka, was im Eintrittspreis mit inbegriffen ist... So bestellten wir uns zwei Vodka-Cocktails im Eisglas, bestaunten noch die Eisskulpturen und waren auch schon recht schnell fertig mit allem, da es sich bei Minus 6 Grad nicht wirklich lange aushalten lässt (Rekord zweier Schweizer lagen bei über 2 Stunden) und so haben wir dann nach 20 Minuten kapitulieren müssen - die Abkühlung hat trotzdem gut getan!!!!<br /><a href="http://bp0.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG5ie4cDkI/AAAAAAAAAxY/pI0C8iXN-7E/s1600-h/CIMG4327.JPG"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098560255216586306" style="MARGIN: 10px 0px 0px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG5ie4cDkI/AAAAAAAAAxY/pI0C8iXN-7E/s320/CIMG4327.JPG" border="0" /></a><br /><a target="_blank" href="http://bp3.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG5zO4cDlI/AAAAAAAAAxg/DuA9GsSslQA/s1600-h/CIMG4338.JPG"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098560542979395154" style="MARGIN: 10px 0px 0px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG5zO4cDlI/AAAAAAAAAxg/DuA9GsSslQA/s320/CIMG4338.JPG" border="0" /></a><br /><a target="_blank" href="http://bp3.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG6MO4cDnI/AAAAAAAAAxw/xQfu9fN3pFM/s1600-h/CIMG4356.JPG"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098560972476124786" style="MARGIN: 10px 0px 0px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG6MO4cDnI/AAAAAAAAAxw/xQfu9fN3pFM/s320/CIMG4356.JPG" border="0" /></a><br /><a target="_blank" href="http://bp0.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG6We4cDoI/AAAAAAAAAx4/pyHc6Auvd0Q/s1600-h/CIMG4358.JPG"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098561148569783938" style="MARGIN: 10px 0px 0px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG6We4cDoI/AAAAAAAAAx4/pyHc6Auvd0Q/s320/CIMG4358.JPG" border="0" /></a><br /><a target="_blank" href="http://bp3.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG6BO4cDmI/AAAAAAAAAxo/2QtLGIJOMn0/s1600-h/CIMG4351.JPG"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098560783497563746" style="MARGIN: 10px 0px 0px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_e8AdnwNjpRE/RsG6BO4cDmI/AAAAAAAAAxo/2QtLGIJOMn0/s320/CIMG4351.JPG" border="0" /></a>Jin-Ahttp://www.blogger.com/profile/08431434004253720135noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-89340219102766819692007-08-13T07:17:00.000+02:002007-08-27T11:37:54.561+02:00Warum es Ausländer in Korea schwer haben<a href="http://www.shanghai-central.com/images/Shanghai%20-%20a%20foreigner%20according%20to%20Chinese%20ideas%2019%20th%20Century.jpg" title="Ausländer nach Vorstellungen von Chinesen im 20. Jahrhundert" target="_blank"><img style="height: 200px; BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; FLOAT: right; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px" src="http://www.shanghai-central.com/images/Shanghai%20-%20a%20foreigner%20according%20to%20Chinese%20ideas%2019%20th%20Century.jpg" /></a>Häufig wird angenommen, dass der Grund für die geringe Präsenz deutscher Unternehmen in Korea sei, dass es nicht genügend qualifizierte Führungskräfte gibt, die sich in diesem Kulturkreis bewegen können. Daher hat ja die Europäische Kommission auch das <acronym title="Executive Training Programme">ETP</acronym>-Korea aufgesetzt. Mehr Europäer mit Koreanischkenntnissen = mehr Export nach Korea, so die verkürzte Formel der Hoffnung. Dies ist sicher nicht schädlich, aber reichen tut das wohl nicht. Schauen wir uns doch mal folgende Tabelle an. Sie beschreibt das <strong>durchschnittliche Vertrauen von Koreanern</strong> zu verschiedenen Personengruppen auf einer Skala von 1 - 100. Einfach mal wirken lassen. <table style="width:450px border"><tbody><tr><td><strong>Personengruppe</strong></td><td><strong>Vertrauensindex</strong></td></tr><tr><td>Ehepartner</td><td>100</td></tr><tr><td>Eltern</td><td>100</td></tr><tr><td>Kinder</td><td>100</td></tr><tr><td>Brüder/Schwestern</td><td>100</td></tr><tr><td>Neffen/Nichten</td><td>99</td></tr><tr><td>Cousins</td><td>97</td></tr><tr><td>Andere Verwandte</td><td>96</td></tr><tr><td>Klassenkameraden der Oberschule</td><td>97</td></tr><tr><td>Kommilitionen der Hochschule</td><td>85</td></tr><tr><td>Klassenkameraden der Grundschule</td><td>50</td></tr><tr><td>Ehemaliger Mitschüler oder Kommilitone</td><td>80</td></tr><tr><td>Menschen mit dem gleichen Nachnamen</td><td>70</td></tr><tr><td>Menschen aus der gleichen Region</td><td>70</td></tr><tr><td>Menschen aus einer anderen Region</td><td>60</td></tr><tr><td>Kollegen, die für die gleiche Firma arbeiten</td><td>90</td></tr><tr><td>Menschen mit dem gleichen Beruf</td><td>80</td></tr><tr><td>Menschen mit dem gleichen Hobby</td><td>70</td></tr><tr><td>Nachbarn</td><td>70</td></tr><tr><td>Mitglieder der gleichen Kirchengemeinde</td><td>95</td></tr><tr><td>Menschen der gleichen Konfession</td><td>80</td></tr><tr><td>Menschen anderer Konfessionen</td><td>70</td></tr><tr><td>Menschen mit anderer Religion</td><td>40</td></tr><tr><td>Fremde (Koreaner)</td><td>5</td></tr><tr><td>Ausländer (ohne weitere Beziehungen)</td><td>1</td></tr><br /></tbody></table><br />Aus Chan Sup Chang, Nahn Joo Chang: Behavioural Patterns of Koreans. In: <a title="Buchtitel bei amazon.com" href="http://www.amazon.com/gp/sitbv3/reader/103-6405434-1440651?ie=UTF8&p=S001&asin=0899308589" target="_blank">The Korean Management System: Cultural, Political, Economic Foundations</a>, S. 45-57. Westport 1994. ISBN 0-89930-858-9<br /><br />Wenn man berücksichtigt, dass die Koreaner von 1231 bis 1945 eigentlich permanent unter fremder Herrschaft (Mongolen, Chinesen und Japaner) waren und dementsprechend geartet die Kontakte zu Ausländern waren, eigentlich gar nicht so überraschend. Bleibt also die Preisfrage: Was muss man wohl tun, um als Ausländer in Korea erfolgreich Geschäfte machen zu können?Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-14112327647495721652007-08-11T05:04:00.000+02:002007-08-17T12:27:30.578+02:00Ost trifft West<img style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 0px 0px 10px; BORDER-LEFT: 0px; WIDTH: 450px; BORDER-BOTTOM: 0px; HEIGHT: 224px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Ost_trifft_West_1.jpg" title="Drei Mahlzeiten"/><br />Yang Liu kommt aus China und lebt in Deutschland. Sie hat ihre Erfahrungen mit der unterschiedlichen Mentalität hüben und drüben hübsch konzentriert in Grafiken ausgedrückt und von Mai bis Juni im Aussenministerium <a title="Zur Webseite von Yang Liu" href="http://www.yangliudesign.com/main.php?theme=1&gr_id=159&gal_id=158&pic_id=443&modul=product" target="_new">ausgestellt</a>. Tatsächlich: Jede der beschriebenen Eigenheiten gilt gleichermaßen für Koreaner.<br /><img style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 10px 0px 0px; BORDER-LEFT: 0px; WIDTH: 450px; BORDER-BOTTOM: 0px; HEIGHT: 224px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Ost_trifft_West_2.jpg" title="Vorstellung vom Anderen"/>Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-6697700512709347652007-08-08T06:42:00.000+02:002007-08-08T11:23:21.456+02:00Sonnenschein in der Regenzeit: 2. innerkoreanischer Gipfel<img title="Roh Moo-hyun und Kim Jong-il" style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 0px 0px 10px; BORDER-LEFT: 0px; WIDTH: 450px; BORDER-BOTTOM: 0px; HEIGHT: 298px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Roh+Kim.jpg" /><br />Kaum habe ich die letzte Meldung geschrieben, schon ist etwas auch für Koreaner spektakuläres passiert. Vor zwei Stunden hat der Wiedervereinigungsminister in einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass sich die Staatsoberhäupter der beiden Koreas vom 28. bis 30. August in Pyöngyang treffen werden. Eine Fortsetzung der <a href="http://library.fes.de/pdf-files/iez/01463.pdf" title="Zum Artikel 'Korea: Diplomatie zwischen ''Sonnenscheinpolitik'' und atomarer Erpressung' der Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF]"target="_blank">Sonnenscheinpolitik</a> also.<br /><br />Thema könnte diesmal die nukleare Abrüstung sein. Beim ersten Treffen dieser Art vor sieben Jahren wurden unter anderem Wege zur Wiedervereinigung, engere wirtschaftliche Zusammenarbeit und humanitäre Fragen diskutiert. Es gab in der Folge sogar konkrete Ergebnisse, wie den Bau einer Autobahn zwischen den Ländern und die Errichtung der von südkoreanischen Unternehmen genutzten <a title="Zur Wikipedia-Seite über Gaeseong" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Industriegebiet_Kaes%C5%8Fng" target="_new">Sonderwirtschaftszone Gaeseong</a> (개성) in Nordkorea. Auch wurden Familienzusammenführungen durchgeführt und unter einer gemeinsamen Fahne bei den olympischen Spielen 2002 in Sydney aufgetreten. Zuviel versprechen sollte sich aber niemand davon, denn bisher geht es innerkoreanisch immer einen Schritt vor und dann wieder zwei zurück.Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-2164437310029565702007-08-08T06:08:00.000+02:002007-08-08T06:56:18.885+02:00Schusswechsel an der Grenze<img style="height: 175px; width:150px; float:left; margin:0 10px 10px 0; border:0" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/koreaflags.jpg" />Sogar die deutsche Tagesschau hat es <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID7240766_,00.html" target="_blank" title="Zur Meldung von tagesschau.de">gemeldet</a>, hier in Korea scheint es aber noch nicht einmal eine Zeitungsnotiz wert: koreanische Soldaten beider Seiten haben am 06.08. aufeinander geschossen. An der schwerbewachtesten Grenze der Welt zwischen dem kommunistischen Schurkenregime und der ansonsten vom Festland abgeschnittenen Republik sind mehrere Maschinengewehrsalven von Nord nach Süd abgefeuert worden, woraufhin aus dem Süden dann mit einer Serie Warnschüssen begleitet von einer Lautsprecherdurchsage geantwortet wurde. Keine Verletzten.<br /><br />So die hiesige Version der Nachrichtenagentur Yonhap News, die dies online in gerade mal <a href="http://english.yonhapnews.co.kr/national/2007/08/06/6/0301000000AEN20070806006200315F.HTML" target="_blank" title="Zur (englischen) Meldung von Yonhap News">ein paar Zeilen</a> erwähnt. Aber in keiner koreanischen Zeitung war gestern ein Artikel zu finden. Finde ich erstaunlich, denn schließlich ist die Grenze das aussenpolitische Thema Nummer Eins. Und wenn ich mich recht erinnere, kamen Zwischenfälle an der innerdeutschen Grenze immer auf die Titelseite. Erklärbar ist das vielleicht dadurch, dass die derzeit laufenden Atomabrüstungsgespräche nicht belastet werden sollen und die südkoreanische Presse dies daher in klassisch staatstreuer Manier nicht aufgreift. Vielleicht ist es aber auch so, dass dies ja immer mal wieder vorkommt (letztes Jahr zwei Mal) und dies einfach keinen Koreaner mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Muss ich mal einen koreanischen Kollegen fragen. Gerade gemacht - letzteres ist der Fall. Keiner regt sich über ein paar Schüsse an der Grenze auf. Passiert halt immer wieder. Die Atombombe wäre ja auch keine echte Bedrohung gewesen.<br /><br /><ul><li><a href="http://news.google.de/news?ie=UTF-8&oe=UTF-8&tab=wn&ncl=1119013559&hl=en" target="_blank" title="Nachrichten der englischsprachigen Webseiten zur Schießerei bei Google News">Meldungen aus aller Welt dazu bei Google News</a></li></ul>Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-14621423626734978902007-08-07T07:55:00.000+02:002007-08-08T08:02:43.181+02:00해물샤브 - Haemulshabu in Kangnam<a href="http://bp1.blogger.com/_nvuhpLdUr3o/RrbdePF5jrI/AAAAAAAAApo/rED7zW9y4wQ/s1600-h/collage2.jpg" target="_blank"><img style="width:450px; height:450px; margin: 0 0 10px 0" alt="" src="http://bp1.blogger.com/_nvuhpLdUr3o/RrbdePF5jrI/AAAAAAAAApo/rED7zW9y4wQ/s800/collage2.jpg" /></a><br />Eigentlich wollte ich ja nur eine Kleinigkeit essen. 300 Meter von meinem Büroturm entfernt, lockte mich ein Schild in ein sympathisch aussehendes Restaurant. Haemulshabu (해물샤브) für 10.000₩ hört sich interessant an. Was auch immer Haemulshabu sein soll - vermutlich etwas mit Fisch und Brühe und in einem Shabu-shabu-Topf serviert, oder? Kann ja nicht so falsch sein. Hinein also.<br /><br />Ich hätte stutzig werden sollen, als eine Stoffserviette auf dem Tisch lag. Sowas gibt's hier eigentlich gar nicht. Hungrig und freudig erregt, bestellte ich nach kurzem Blick in die Karte das schon Auserkorene. Was dann kam, überraschte mich nicht schlecht:<br /><br /><ul><li>1. Gang: Juk (죽) - Reisbrei, hier mit Fischfonds gekocht und mit Muscheln serviert</li><li>2. Gang: Grüner Salat unter Tomaten-Kiwi-Bananen-Mus (erstaunlich lecker)</li><li>3. Gang (oder sind das mehr?): <ul><li>Haemulshabu bestehend aus: Krebs, Pfahl-, Herz-, Miesmuscheln, Shrimps, Oktopüssen und Pilzen sowie Lauch und Seetang am Tisch gekocht und mit drei verschiedenen Saucen serviert;</li><li>eine ganze halbe geräucherten Makrele;</li><li>Jabchae (Glasnudelsalat);</li><li>Farnpfannkuchen mit scharf eingelegten Muscheln;</li><li>erfrischender Wasserkimchi (물김치, Mulkimchi);</li><li>in Sojasauce gekochte Rippchen (Kalbi, 갈비) und</li><li>natürlich Reis. Reis, welcher so ähnlich zubereitet wurde wie bei <a title="Zum Blogeintrag 'Samgyetang'" href="http://going-to-korea.blogspot.com/2007/08/samgyetang.html">Samgyetang</a>, also mit Jujube-Beeren, Ginseng und Erbsen gekocht.</li></ul><p style="margin-top:-17px"><li>4. Gang: Reiswasser. Dazu wird Wasser (oder Gerstentee) in den Specksteintopf gegossen, in welchem der Reis gekocht wurde. So löst sich die festgekochte Reiskruste und gibt den von Koreanern heißgeliebten Geschmack frei.</li><li>5. Gang: Obstteller bestehend aus Melone, Weintrauben und Tomaten. Ja, Tomaten. Das ist hier Obst.</li>Ein absolutes Wellbeing-Essen also. Nur gesunde Sachen. Wenn das jetzt alles nicht so viel gewesen wäre! Und so schmackhaft. So aber komme ich nach dem Essen kaum wieder hoch. Im Büro erwartet mich bestimmt das Koma.<li>6. Gang: Zur Kasse. Hier wird fast nie am Tisch gezahlt. Überraschung! Ich habe anscheinend nicht das angepriesene Mittagsmenü, sondern eine Erwachsenenportion (zwei?) bekommen. Zu benommen und sprachungewandt, um zu streiten, zahle ich 36.000₩. Für einen Mittagssnack ein bisschen viel, für das servierte Menü allerdings durchaus fair.</li></ul>보성전, 서을시 강남구 서추구 서추동 1327-29 KT 파라곤 1층, Tel. 02-3474-4488Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-52763031914360683642007-08-06T04:30:00.000+02:002007-08-06T10:12:12.777+02:00Samgyetang (삼계탕)<img title="Samgyetang (삼계탕)" style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px" src="http://www.trifood.com/image/samgyetang_image_final.JPG" />Hier ist es ja immer noch richtig schön heiß. Tagsüber 30 Grad und nachts kaum kühler. Dies verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit kann einem schon ganz schön zu schaffen machen. Koreaner leiden natürlich auch unter der Hitze und haben ihre eigenen Theorien entwickelt, wie man am besten mit dieser zurecht kommt. Nämlich durch das (gelegentliche) Essen heißer Suppen. Nimmt man eine solche zu sich, schwitzt man die Gifte im Körper aus und gewinnt Kraft, um die heißen Tage besser zu überstehen. <a title="Zum Blogeintrag 'Lassie in the slaughterhouse'" href="http://going-to-korea.blogspot.com/2007/03/lassie-in-slaughterhouse.html">Boshintang (보신탕, Hundesuppe)</a> und Samgyetang (삼계탕, Hühnersuppe) sind hier die traditionellen Mittel der Wahl. Soweit die Theorie.<br /><br />Ganz unabhängig davon habe ich neulich Lust auf eine Hühnersuppe gehabt und da ich schon von Samgyetang gehört hatte, wollte ich diese doch auch mal probieren. Ein einschlägiges Restaurant ist bei uns in Shinchon schnell gefunden und so stand dann auch binnen kurzem eine brodelnde Tonschüssel mit einem ganzen Huhn vor mir. Klassisch ist, dieses mit Ginseng, Ingwer, Knoblauch, Jujube-Beeren, Maronen und Klebreis zu füllen. Alles gesunde Zutaten also. Rezept: Das Huhn wird ausgenommen, gefüllt und in eine Tonschüssel gelegt. Gewürzt, mit Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht (die Hitze schrittweise reduzieren), ist es nach etwa einer Stunde servierfertig. Noch etwas feingeschnittene Lauchzwiebel darüber, denn das Auge isst ja mit. Serviert wird es üblicherweise mit Rettichkimchi (Ggagdugi, 깍두기) und einer Salz-Pfeffer-Mischung zum Würzen. Wirklich eine leckere Mahlzeit. Und wie erwartet habe ich auch tüchtig geschwitzt. Ob es mir aber Kraft gegeben hat, da bin ich mir nicht so sicher - über's Wochenende habe ich jedenfalls mit einer Erkältung im Bett gelegen. Aber das wird wohl eher an dem ständigen Wechsel zwischen Schwitzen draussen und Frieren drinnen (wg. der Klimaanlagen überall) liegen.<br /><br />Ein weiteres Rezept ist bei <a title="Rezept für Samgyetang bei trifood.com (englisch)" href="http://www.trifood.com/samgyetang.html" target="_new">trifood.com</a> zu finden. Übrigens auch eine sehr empfehlenswerte Seite, um sich mit typischen anderen Gerichten in Korea vertraut zu machen. Wenn man flexibel bzgl. der Romanisierung des Hangeul ist (schon mal was von "Bibimbob" gehört?). Guten Appetit!Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-31996793.post-85841621905930042652007-08-05T05:19:00.000+02:002007-08-06T06:29:02.214+02:00In Seoul und um Seoul herum<img style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Seoul.jpg" />Praktische Lebenshilfe in Seoul: Bus- und U-Bahnverbindungen leicht gemacht. Für uns Ausländer hat die Stadtverwaltung von Seoul einige <a title="Englische Webseiten der Stadtverwaltung Seoul zum ÖPNV" href="http://english.seoul.go.kr/residents/transport/trans_04sub_01.html" target="_new">Webseiten</a> zusammengestellt, auf denen man Stadtpläne, Bus- und Bahnverbindungen sowie weitere nützliche Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in englischer Sprache findet. Nicht alles ist auf dem neusten Stand, so beträgt die Grundgebühr Taxen (kein Luxustaxi, tagsüber) mittlerweile 1.900₩. Aber dennoch.<br /><br />Insbesondere die Suchfunktionen für Bus- und U-Bahnverbindungen sind gut gemacht. Durch Eingabe von Start- und Zielort wird der schnellste oder der mit dem geringsten Umsteigen verbundene Weg angezeigt. Zum Ziel geht's über folgende Links. Zuerst zur U-Bahn:<br /><a title="Zum interaktiven U-Bahn-Plan von Seoul (englisch)" href="http://211.54.2.50/eng/smt/lineMap/lineMap_index.jsp" target="_blank"><img style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/U-Bahn-Plan_Seoul_k.jpg" /></a><br />Und jetzt zu den Bussen:<br /><a title="Zum interaktiven Buslinien-Plan von Seoul (englisch)" href="http://bus.congnamul.com/SeoulRouteWebApp/view_english/map.jsp" target="_blank"><img style="BORDER-RIGHT: 0px; BORDER-TOP: 0px; MARGIN: 10px 0px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px" src="http://hagemeyer-lee.com/blog/img/Busplan_Seoul_k.jpg" /></a>Jenshttp://www.blogger.com/profile/05151465128145163870noreply@blogger.com