24. April 2007
ETP-Promotion 2
Von
Jens
um
22:13
ETP-Promotion
Von
Jens
um
14:51
Die französisch-koreanische Handelskammer hier in Seoul übernimmt die Koordination und Promotion des Programms und hat damit die Arbeit der deutsch-koreanischen Handelskammer abgelöst. (Die Kommission war mit der im letzten Jahr geleisteten Arbeit nicht zufrieden, wie mir erzählt wurde.)
21. April 2007
18. April 2007
Land unter, aber nur ein bisschen
Von
Jens
um
23:09
Wer sich gefragt hat, warum ich seit einigen Tagen keinen Eintrag im Blog gemacht oder Mails beantwortet habe, der/die/das möge sich bitte keine Sorgen um unser Wohlergehen machen. Es ist heuer die letzte Woche des Semesters angebrochen und wir haben jeden Tag mindestens eine Abschlussklausur. Daher habe ich mich vor allem darauf konzentriert. Das Gros habe ich hinter mir, morgen und übermorgen kommen noch vier Examina für Koreanisch (zu Leseverständnis, Sprechvermögen, Orthographie und Grammatik, Hörverständnis), die sich am TOPIK orientieren. Bitte Daumen drücken!
Berichtenswertes haben wir trotzdem erlebt, z. B. waren wir letzten Samstag in den Bergen und heute mit der Schule traditionell koreanisch Trommeln. Dokumentation folgt in Bälde.
Berichtenswertes haben wir trotzdem erlebt, z. B. waren wir letzten Samstag in den Bergen und heute mit der Schule traditionell koreanisch Trommeln. Dokumentation folgt in Bälde.
10. April 2007
Dalli-Klick Nr. 2
Von
Jens
um
16:33
Was ist hier denn los? Wie damals bei Dalli-Dalli: Erst mal raten, was das sein könnte, dies dann ins Gästebuch eintragen und zum Schluss auf das Bild klicken, um die Lösung zu sehen.
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Seoul,
Südkorea
6. April 2007
Notiz genommen
Von
Jens
um
22:38
Beim Stöbern in den englischsprachigen Seiten koreanischer Zeitungen bin ich gerade auf einen Artikel über unsere Gruppe gestoßen. Am 14. März hatten wir ein Willkommens-Diner in der Universität, zu dem auch Journalisten eingeladen waren. Diese haben sich nicht nur am Buffet gütlich getan, sondern auch über das Programm berichtet. Der Artikel des JoongAng Daily findet sich hier. Bezeichnenderweise wird auch auf die für's Geschäftemachen in Korea besonders wichtige Trinkfestigkeit eingegangen.
Sick and sick of it.
Von
Jens
um
18:03
P.S.: Für den Spruch mit dem "Sinn machen" hätte mich Harry Rowohlt (wenn er mich denn kennte) als jemanden geschimpft, der sich anhört, als wäre er schlecht aus dem Englischen übersetzt worden. Sei's drum.
3. April 2007
Hoola-Hoop und Bowling
Von
Jens
um
21:36
Jetzt kann uns sicher keiner nachsagen, wir hätten nicht alles gegeben, um eine echte Wellbeing-Party zu veranstalten. Mit Hoola-Hoop und Bowling machen wir dem Trend hier sicher alle Ehre. Bilddokumente unserer Feierlichkeit anbei.
| Jin-As Geburtstag |
2. April 2007
1. April 2007
S Bar, Seoul-Apgujeong
Von
Jens
um
20:55
Um mal mit dem Gerücht aufzuräumen, wir würden hier in Seoul nichts anderes machen als essen: wir gehen gelegentlich auch mal was trinken. Gestern zum Beispiel in der S Bar in Apgujeong, dem wohl elegantesten Stadtteil Seouls. Wer auf das Bild klickt, wird feststellen, dass wir mit Polen unterwegs waren (die sich in diesen Dingen ja recht gut auskennen). Ein netter Abend.
31. März 2007
Dalli-Klick Nr. 1
Von
Jens
um
11:09
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Seoul,
Südkorea
30. März 2007
Unser Viertel: Sinchon (신촌)
Von
Jens
um
20:36
Wir leben übrigens in Sinchon (신촌, gesprochen "Schintschon"), einem recht lebendigen Viertel von Seoul, das geprägt ist von den zahlreichen Universitäten hier. Da das so hübsch in dem oben angegebenen Link beschrieben ist, will ich dem auch gar nicht mehr viel hinzufügen. Einen recht netten Plan vom Viertel (mit kurzem Film) habe ich auch gefunden. Mittig oben neben der Sinchon Station wohnen wir.
Der Zeit voraus: Aprilwetter
Von
Jens
um
13:42
Auch hier in Korea macht der April, der April was er will. Gestern und vorgestern sind wir von einem ergiebigen (wie der Wettermann sagen würde) Regenguß erwischt worden. Und heute strahlt hier die Sonne. Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster hilft auch nicht sonderlich, da sich das Wetter von einer Stunde auf die andere ändern kann. Aber solange man für wenig Geld Regenschirme an jeder Ecke auf der Straße und sogar von fliegenden Händlern in U-Bahn-Waggons kaufen kann, ist das kein großes Problem. Na, vielleicht doch für die Ledersohlen meiner Schuhe - hier neue in Größe 45 zu finden, soll gar nicht mal so einfach sein. Schau'n mer mal...
In den letzten Tagen bin ich übrigens nicht zum Schreiben gekommen, da sich mein Computer einen Virus eingefangen hatte und die Schadensbegrenzung dort Priorität hatte. Nichts ganz Schlimmes passiert, zumindest sind wohl keine Daten verloren. Aber ich werde zukünftig regelmäßiger Backups machen. (Wie das immer so ist mit guten Vorsätzen.)
26. März 2007
Lassie in the slaughterhouse
Von
Jens
um
13:10
Samstag stand (Überraschung!) mal wieder vollkommen im Zeichen der Völlerei. Als Vorwand trafen wir uns mit Jin-As Mutter, Tante und Cousin, um Licht ins Dunkel um den koreanischen Mobilfunkmarkt zu bringen. Ausländer haben es hier nicht sehr leicht, ein Vertragshandy zu bekommen, Prepaid-Verträge sind nicht jedermann bekannt. Letzteren wollen wir allerdings nicht, da wenn man mehr als zwei Minuten pro Tag telefoniert, die Prepaid-Lösung sehr teuer wird. Nach drei Stunden intensiven Internet-Surfens mit Ho-Yoon sind wir jetzt jedoch etwas schlauer und werden in den nächsten Tagen versuchen, jemanden zu finden, der weiß, dass man auch Ausländern einen Mobilfunkvertrag geben kann.
Mittags gingen wir in ein sogenanntes Gesundheitssuppenhaus. In einem solchen kann man dass essen, was Koreanern die Kräfte zurückgibt, die hier insbesondere an heißen Sommertagen schwinden. Nämlich Hund. Zwei Gerichte stehen auf der Speisekarte: Hundesuppe (보신탕, boshintang = Gesundheitssuppe) und gedämpfter Hund. Unsere Wahl fiel auf zweiteres Gericht, da man mit diesem die Suppe gleich mit serviert bekommt. Das wichtigste vorweg: Hund schmeckt und zwar gar nicht schlecht. Ein bisschen wie Schweinefleisch, obgleich dunkler in der Farbe und mit festerem Fettrand versehen. Das Tier wird geschmort und teilweise zerlegt an den Tisch gebracht, dann mund- und stäbchengerecht aufgeschnitten und in einen Topf mit Fonds und Gemüse gelegt. Man nimmt sich ein Stück, legt etwas gedünsteten Schnittlauch darauf und versieht das Ganze mit etwas scharfer Chilipaste. Wer mag, kann noch frischen Knoblauch mit in den Mund stecken.
Was den ethischen Aspekt dieses Essens betrifft, so bin ich (zugegebenermaßen nach anfänglichem Zögern) der Meinung, das es vollkommen in Ordnung ist, diese extra für diesen Zweck gezüchteten Tiere zu essen. Ansonsten müßte ich ja auch auf jede andere Art von Fleisch verzichten. Es ist halt ungewohnt für uns, Hunde als Nutztiere zu sehen. Vor einigen Jahren wäre in Deutschland auch noch niemand auf die Idee gekommen, sich einen putzig aussehenden Vogel Strauß einzuverleiben. Heute scheint das ganz normal. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. In Korea mag auch nicht jeder Hundefleisch essen, jüngere Leute zwischen 20 und 30 essen dieses Gericht nicht so häufig. Ein Drittel aller Hundebesitzer hier jedoch hat Hund nicht nur auf dem Schoß gern.
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Südkorea
23. März 2007
Octopussy
Von
Jens
um
23:33
Eines der ersten Dinge, die ich über Korea gehört hatte war, dass man dort (quasi) lebendigen Oktopus isst. Das wollte ich natürlich auch mal ausprobieren und Jin-As Tante war ganz begeistert davon, dass ich diese koranische Spezialität versuchen wollte. So bekamen wir heute Abend Überraschungsbesuch vom Fischmarkt und wurden mit frischestem Getier versorgt. Rohe Muscheln, blanchierter Oktopus und ebenjener roher stand auf dem Speisezettel. Statt eines Rezeptes hier ein Dokumentarfilm...
Es hat wirklich nicht schlecht geschmeckt. Ist aber ein bisschen so wie mit Froschschenkeln: die Sauce macht's.
Morgen gibt's übrigens Hund.
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19. März 2007
Mein erster Schultag
Von
Jens
um
18:33
Heute war mein erster Schultag an der Yonsei. Die anderen Kinder waren alle sehr nett zu mir, schade war nur, dass ich von Jin-A keine Schultüte bekommen habe. Da hier die Lehrmethode in der Sprachschule ganz anders ist als in London an der SOAS, haben wir im Schulbuch auf der ersten Seite angefangen und mit den Grundlagen begonnen. Diesmal aber in der formalen Anredeform, die in Geschäftssituationen angemessen ist. Diese haben wir in England zwar kurz gestreift, aber nie richtig geübt. Bin mal gespannt, wie das mit dem Koreanisch lernen weitergeht. Wir sind am Anfang des ersten Trimesters von fünf Wochen Dauer, nach dem zehn Tage Urlaub kommen.
Heute nachmittag haben wir Vorlesungen zum koreanischen Rechnungswesen. Da die anderen aus der Gruppe z. B. Physik oder Kartographie studiert haben, haben manche ziemlichen Respekt vor den damit verbundenen Prüfungen und Hausarbeiten. Nächsten Montag ist schon die erste schriftliche Examinierung. Diesbezüglich mache ich mir (bisher zumindest mal) gar keine Sorgen. Zu irgendwas muss das BWL-Studium ja gut gewesen sein.
18. März 2007
Rohe Leber und Kälberdarm
Von
Jens
um
12:39
Ho Yoon ist Jin-As Cousin und ein sehr netter Kerl. Davon haben wir uns in der Zeit, in der wir bei seiner Mutter zuhause wohnen durften, schon überzeugen können. Gestern haben wir uns mit ihm und einigen seiner Freunde verabredet und er hat uns versprochen, uns eine ganz besondere Spezialität probieren zu lassen. So trafen wir uns im Viertel bei der Hongik University und betraten ein Restaurant, welches wohl vor 20 Jahren ganz genauso ausgesehen hat wie heute. Abgewetzter Boden. Podeste, vor denen man die Schuhe auszieht und auf denen die niedrigen Tische stehen, vor denen man im Schneidersitz Platz nimmt. Ein oft genutzter Gasbrenner auf jedem Tisch und auf den sofort ungefragt eine heiße Suppe gestellt wird und die bald zu kochen beginnt. Wir bestellen Bier und die Spezialitäten des Hauses. Es kommt rohe Leber, etwas, das grau ist, mit kleinen Zotten versehen und in Streifen geschnitten ist. Natürlich verschiedene Banchan (반찬), die kleinen Beilagen zu jedem Essen. Die Koreaner bedienen sich mit den Löffeln aus dem Suppentopf und nehmen schon mal ein rohes Stück Leber als Appetizer. Das probiere ich auch und muss sagen, dass es gar nicht mal so schlecht schmeckt. Von der Konsistenz her mir jedenfalls sympathischer als das hier heißgeliebte Ddeogbbogi (떡볶이) aus Reis, was mich eher an Maden als an sonstwas erinnert. Nachdem wir die Suppe gegessen haben, wird eine heiße Steinpfanne auf die Gasflamme gestellt. In der brutzeln Kalbsdarmstücke. Knusprig gebraten, taucht man ein solches kurz in eine Sojasauce mit frischem Schnittlauch und steckt es sich in den Mund. Wirklich lecker. Man darf sich halt nur nicht zu lebhaft vorstellen, was man da gerade isst. Wobei unsereins ja auch problemlos Wurst im Naturdarm runterbringt. Im Zweifelsfall: Soju (소주) hilft wie immer beim Schlucken... Das graue Zottige und die Leber lassen sich natürlich auch in der Pfanne braten. Das schmeckt besser, zugegebenermaßen.
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15. März 2007
Eingezogen!
Von
Jens
um
01:04
Wir sind vorgestern in unsere neue Wohnung eingezogen. Sie befindet sich ungefähr zehn Fußminuten von meiner Uni entfernt und nennt sich nach koreanischen Begriffen "Officetel". Was ungefähr so viel bedeutet wie "39 m² 1KZB". Sehr zentral gelegen, hell und freundlich. Da sehr zentral gelegen, auch nicht unbedingt ruhig. Ist aber OK für uns. Da unmöbliert, mussten wir alle Einrichtungsgegenstände kaufen oder leihen (Danke, Tante Lee!). Jedenfalls eine gute Ausrede, um endlich einen schönen neuen Reiskocher zu erwerben. (Danke, Firma Cuckoo!). Eine erste Einweihung mit anschließendem Umtrunk mit den Kommilitonen haben wir auch schon absolviert. Bilder findet Ihr hier.
11. März 2007
Klasse!
Von
Jens
um
02:09
Von Birgit schon vor Wochen vorgewarnt, erleben wir es jetzt hier selbst live und in Farbe: Deutsch ist in Korea total angesagt. Zum Beispiel hier mal ein Kimchi-Kühlschrank der Marke Klasse. (Die schiere Existenz eines solchen Geräts ist eigentlich einen eigenen Artikel wert...) 
Gegenüber unserer neuen Wohnung lädt eine Bar namens Autobahn zum Rausch ein, der wahrscheinlich nicht durch Geschwindigkeit erreicht werden soll und an jeder zweiten anderen Kneipe leuchtet sowieso das Wort Hof (gesprochen: Hoppe) und deutet Bierdurstigen den Weg.

Oder warum nicht einfach hier rein gehen?
Gegenüber unserer neuen Wohnung lädt eine Bar namens Autobahn zum Rausch ein, der wahrscheinlich nicht durch Geschwindigkeit erreicht werden soll und an jeder zweiten anderen Kneipe leuchtet sowieso das Wort Hof (gesprochen: Hoppe) und deutet Bierdurstigen den Weg.
Oder warum nicht einfach hier rein gehen?
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10. März 2007
소금구이 - Sogeumgui
Von
Jens
um
23:51
Wir haben heute Abend Sogeumgui gegessen - Schweinebauch, der mit Salz (Sogeum) und Pfeffer gewürzt wird und so zubereitet wird, wie es die Koreaner am meisten lieben: frisch am Tisch gegrillt (-gui). Jin-As Cousin Ho-Yoon demonstriert hier netterweise wie's gemacht wird. Erst im Stück auf den Grill legen und dann kurz vor Fertigstellung mit der Schere zerkleinern und zuende braten. Das Fleisch wird dann typischerweise in ein Salatblatt gelegt, mit scharfer Bohnenpaste und einem Stück frischem Knoblauchs garniert, eingewickelt und ganz in den Mund gesteckt. Als ein besonderer Liebesbeweis in Korea gilt es übrigens, einen solchen Happen in den Mund des Partners zu stecken. Mmmmmhhhhh...
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Südkorea
9. März 2007
Mast
Von
Jens
um
01:20
Das war heute Abend also meine dritte warme Mahlzeit in Seoul. Nach labbrigem Weißbrot gestern zum Frühstück konnte ich mich recht schnell mit dem Vorschlag anfreunden, morgens stattdessen Reis (ein Synonym für "Essen" im Koreanischen) zu mir zu nehmen. So fing der Tag mit herzhaftem Kimchi-Jjigae (김치 찌개) und gekochten Krebsen an. Da ich gelernt habe, dass man seine Reisschüssel leeressen soll, da die Köchin sonst meint, es hätte nicht geschmeckt, habe ich tüchtig reingehauen und bin pappsatt aufgestanden. Zu meiner Verwunderung war kaum eine halbe Stunde später schon wieder eine Tafel Schokolade im Umlauf und dann noch eine große Schale Erdbeeren. Also Dinge, die ich wirklich gerne esse. Unmöglich, hier zuzugreifen. Ich spürte schon einen leichten Widerwillen.
Das wenig später eingenommene Mittagessen bestand aus leckeren Nudeln mit Pilzen, Gemüse und schwarzer Bohnenpaste. Dazu eine deftige Suppe mit Fisch und natürlich Kimchi sowie andere Beilagen, die Banchan (반찬) genannt werden und ohne die eine Mahlzeit hier einfach nicht vorstellbar ist. Hier bedient sich jeder mit Stäbchen und Löffel aus den auf dem Tisch stehenden gemeinsamen Schüsseln, eigene Portionen gibt es nur bei Suppen und dem Reis. (Schade eigentlich, denn sonst könnte ich mich einfacher vor dem brav Aufessen drücken.) Beruhigend, dass danach nicht nur ich ein ausgeprägtes Völlegefühl hatte.
Nach ewiger Telefoniererei mit Maklern, die Jin-As Tante für uns übernommen hat, stellte sich der Tip der Assistentin der Yonsei-Universität als hilfreich heraus. Wir konnten einen Besichtigungstermin vereinbaren. Nach drei Stunden Besichtigen, Überlegen, Verhandeln, Besprechen, Rechnen, Nachverhandeln, Vertrag halb unterschreiben, nochmaligem Verhandeln waren wir zwei dann erschöpfte Mieter einer sehr schönen, sehr kleinen, sehr teuren Wohnung, welche sehr nah der Uni und zudem zentral und ruhig liegt. Was zu feiern war. Natürlich mit ... einem Essen.

Leider hatte das ausgesuchte Fischrestaurant den frischen Oktopus, welchen wir bei lebendigem Leibe verzehren wollten (siehe unten) nicht im Angebot und so mussten wir uns mit einem spartanischen Mahl begnügen, in dessen Verlauf etwa 25 verschiedene Gerichte aufgetragen wurden. Der Oktopus kann warten.
Essen ist hier gar nicht mal so teuer, wie man vielleicht vermuten könnte. So haben wir gestern Abend für acht Euro pro Kopf ausgiebig gegessen und getrunken. Nicht ganz so feudal, aber trotzdem sehr lecker.
Das wenig später eingenommene Mittagessen bestand aus leckeren Nudeln mit Pilzen, Gemüse und schwarzer Bohnenpaste. Dazu eine deftige Suppe mit Fisch und natürlich Kimchi sowie andere Beilagen, die Banchan (반찬) genannt werden und ohne die eine Mahlzeit hier einfach nicht vorstellbar ist. Hier bedient sich jeder mit Stäbchen und Löffel aus den auf dem Tisch stehenden gemeinsamen Schüsseln, eigene Portionen gibt es nur bei Suppen und dem Reis. (Schade eigentlich, denn sonst könnte ich mich einfacher vor dem brav Aufessen drücken.) Beruhigend, dass danach nicht nur ich ein ausgeprägtes Völlegefühl hatte.
Nach ewiger Telefoniererei mit Maklern, die Jin-As Tante für uns übernommen hat, stellte sich der Tip der Assistentin der Yonsei-Universität als hilfreich heraus. Wir konnten einen Besichtigungstermin vereinbaren. Nach drei Stunden Besichtigen, Überlegen, Verhandeln, Besprechen, Rechnen, Nachverhandeln, Vertrag halb unterschreiben, nochmaligem Verhandeln waren wir zwei dann erschöpfte Mieter einer sehr schönen, sehr kleinen, sehr teuren Wohnung, welche sehr nah der Uni und zudem zentral und ruhig liegt. Was zu feiern war. Natürlich mit ... einem Essen.
Leider hatte das ausgesuchte Fischrestaurant den frischen Oktopus, welchen wir bei lebendigem Leibe verzehren wollten (siehe unten) nicht im Angebot und so mussten wir uns mit einem spartanischen Mahl begnügen, in dessen Verlauf etwa 25 verschiedene Gerichte aufgetragen wurden. Der Oktopus kann warten.
Essen ist hier gar nicht mal so teuer, wie man vielleicht vermuten könnte. So haben wir gestern Abend für acht Euro pro Kopf ausgiebig gegessen und getrunken. Nicht ganz so feudal, aber trotzdem sehr lecker.
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8. März 2007
Nicht über unsere Handies zu erreichen
Von
Jens
um
12:57
Iss mich!
Von
Jens
um
08:51
Dieser Krebs wartet im Aquarium vor einem Restaurant in Seoul auf seinen Verspeiser. Koreaner lieben Meeresfrüchte und vor vielen Restaurants finden sich Tanks mit frischem Getier. Zum Beispiel auch jenen hier, das ich jetzt einfach mal vorsichtig "Meerwürste" nenne. Ich bin zwar ziemlich experimentierfreudig in Essensdingen, aber hier stoße auch ich an meine Grenzen...
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Südkorea
7. März 2007
In Seoul gelandet
Von
Jens
um
00:54
Jetzt sind wir endlich in Seoul. Vorgestern haben wir bis spät in die Nacht gepackt. Dann die Koffer gewogen und wieder ausgepackt und neu gepackt und gewogen. Irgendwie haben wir es dann geschafft, nur noch wenig über den uns erlaubten 38kg pro Person zu liegen. Die Salamis und anderen illegalen Lebensmittel wurden in der Hoffnung, dass wir an der Grenze nicht kontrolliert werden, zwischen den Socken versteckt. Gestern früh dann die letzten Aufräumarbeiten in der Wohnung, um sie für einen eventuellen Nachmieter bereit zu machen. Mit insgesamt ca. 100 Kilo Gepäck haben wir uns dann mit dem Zug nach Frankfurt aufgemacht, um dort Jin-As Mutter zu treffen, die mit uns den ersten Monat in Seoul verbringen wird.
Da wir SUPERfrüh am Checkin waren, konnten wir dann die Plätze erheischen, die wir vorher bei Seatguru als die besten ausgespäht hatten. Meine langen Beine sollten also nicht in einer engen Sitzreihe eingezwängt werden. Der Flieger der Asiana war erstaunlich leer, so dass fast jeder Fluggast eine eigene Reihe zum Ausstrecken und Schlafen hatte. Komfortabel ist das natürlich trotzdem nicht, so dass wir kaum geschlafen haben. Wenigstens gab es etwas leckeres zu essen: 비빔밥 (Bibimbap, wörtlich: Mischreis).
Fast das gleiche Essen gab es auch zum Frühstück - daran werde ich mich wohl noch gewöhnen müssen. Über China und der Wüste Gobi war beeindruckende Landschaft im Winter zu sehen. Bei nächster Gelegenheit stelle ich einige Aufnahmen ein. In Seoul pünktlich gelandet, war es in dem riesigen Flughafen Incheon zunächst nicht ganz einfach, Jin-As Tante 기자 (Ki-Ja) zu finden, die uns abgeholt hat. Dann aber ging's nach Haus und wir haben erst einmal - wer hätte das gedacht - ausgiebig gegessen. :-)
Über die Sonderheiten eines koreanischen Haushaltes aus europäischer Perspektive werde ich bald berichten. Morgen geht es erst mal zum Immigration Office und dann auf Wohnungssuche.
27. Februar 2007
London calling
Von
Jens
um
23:16
Hier sind noch ein paar Bilder aus London, vor allem vom Camden Market.
| Mehr Bilder aus London hier... |
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London
26. Februar 2007
All's well that ends well
Von
Jens
um
03:14
Na endlich: der erste Teil des Prgramms ist absolviert. Nach dem TOPIK-Abschlusstest am Freitag haben wir uns nach zwei Wochen Schuften schön einen hinter die Binde gegossen. Ich habe den Test nach Erlkönig-Manier bestanden, so dass ich mir (noch) keine Sorgen für die kommenden Tests in Korea machen muss. Nach zwei nicht bestandenen Tests kann man nämlich ausgeschlossen werden.
Jin-A ist zum Feiern und Kräfte für den Endspurt sammeln nach London gekommen und wir haben uns Samstag und Sonntag noch herumgetrieben. Es wird niemanden wundern, dass wir uns vor allem für die Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten der Briten interessiert haben. Viel Fast- und Convenience-Food wird hier konsumiert, wahrscheinlich daher, weil der Londoner fleißig sein muss und sowieso nicht kochen kann. Ein erstaunliches Produkt dieser Esskultur sind Tyrrell's, die mit 2,50 englischen Pfund (etwa 3,70 €) für 150 g zu den wohl teuersten Delikatessen des TV-Dinner-Marktes gehören. Dafür bekommt man dann aber auch organisch angepflanzte Pastinaken-, Mohrrüben- und Rote-Beete-Chips mit einem Hauch von Meersalz eingetütet. Aber auch die indischen Komplettmenüs für die Mikrowelle haben unsere Gaumen neugierig gemacht...
Was jetzt kommt: Wohnung vermieten (kennt da Jemand jemanden?), Nachsendeantrag stellen, Packen, Abschied nehmen. Noch eine Menge zu tun!
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London
23. Februar 2007
Einfach für und gegen alles: Ginseng
Von
Jens
um
04:05
Mein Selbstversuch "Ginsengtee statt Kaffee" hier hat ergeben, dass ich nach dem Überstehen des Koffein-Entzugs zwar durchaus etwas weniger hibbelig geworden bin, es aber bis zu einer konstant hohen Konzentrationsfähigkeit aber noch ein weiter Weg ist. Man soll die Flinte aber nicht zu früh ins Korn werfen - eine Drei-Monats-Kur wird empfohlen. Und wer weiß, was sich aus dem Genuss von Ingwertee ergibt. Den gibt's hier auch und der schmeckt viel besser...
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London
22. Februar 2007
Zum Mäusemelken
Von
Jens
um
05:34
Um mal einen kleinen Eindruck zu geben, warum ich mir die Haare raufe: Bitte mal eben den Unterschied zwischen "멋있어요" und "맛있어요" herausfinden. Hilfestellung: Das erste Wort klingt wie "moschissojo" und das zweite wie "maschissojo". Manchmal nicht ganz einfach, sich zu merken, was dahintersteckt...
(Auflösung: "das ist schick" und "das schmeckt".)
(Auflösung: "das ist schick" und "das schmeckt".)
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London
18. Februar 2007
Für Geist und Körper
Von
Jens
um
23:36
Wir haben eine harte Woche hinter uns. Wieder viele Vokabeln zu lernen gehabt und einige neue Grammatikformen gelernt. Z. B. die in Korea gebräuchliche höflich-informelle, höflich-formale und die ehrenfafte Höflichkeitsform in verschiedenen Zeiten. Den gestrigen Zwischentest habe ich nach kurzen Nächten aber mit knapp 60% bestanden. Meine Hauptschwierigkeit war das Lernen des neuen Vokabulars und ich bin schier verzweifelt. Nachdem ich jetzt angefangen habe, mit einem Vokabellernprogramm zu arbeiten, geht das allerdings besser und ich bin zuversichtlich, dass ich mich jetzt leichter tuen werde. Zur Erholung mache ich heute mal gar nix. Na, fast: Peter und Kryzstof sind auf den Tennisplatz vor dem Hotel gegangen und ich habe neben ein paar Fotos auch ein verschwitztes Hemd bekommen. Lustig.
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London
14. Februar 2007
The games must go on
Von
Jens
um
19:35
Da wird es Salzburg allerdings schwer haben: Im Jahr 2014 will die südkoreanische Regierung die olypischen Winterspiele in Pyeongchang austragen. Diese Stadt liegt ca. 160 km östlich von Seoul. Als dritter Bewerber ist ein russischer Ort namens Sochi im Rennen. Bis Juli bleibt es spannend - dann wird das IOC die Entscheidung fällen. (Quelle: Korea.net)
Reden ist Gold
Von
Jens
um
03:34
Es ist mir ganz schön auf die Nerven gegangen, nicht so wie immer mit Jin-A telefonieren zu können. Im Hotel hat die Sache mit der Durchwahl nicht funktioniert oder die Rezeption war nicht mehr besetzt und über's Handy wird man bitterarm. Zumindest konnte man sich im George Hotel ins WLAN einwählen und chatten. Was wir dann auch die letzten beiden Tage gemacht haben. Zumindest mal was. Jetzt wird aber alles gut: Ich habe mir ein Handset gekauft und ab sofort kommt richtiges Old-School-Telefonvergnügen auf. Mit Mutti hat's zumindest schon mal funktioniert. Und über voipcheap.com kostet das auch nur pauschal 10 € für drei Monate. Für "ETP phone home" ist also vorgesorgt.
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London
Vorabschied
Von
Jens
um
03:07
Ging leider wieder alles viel zu schnell. Aber wir kommen ja wieder!
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koreanisches Essen
12. Februar 2007
Für das Heimwerker-Herz
Von
Jens
um
10:02
Das Ding kommt zwar wahrscheinlich nicht aus Korea, ist aber trotzdem echt saucool!
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mit Film
31. Januar 2007
Verbrechen lohnt sich doch!
Von
Jens
um
06:04
Haben Sie Schwierigkeiten, sich morgens zu motivieren? Ist das Klingeln des Weckers für Sie das Fanal des Bösen? Vielleicht sollten Sie dann einmal über eine neue Karriere nachdenken. Das Institut für Strafjustiz in Seoul hätte da einen Vorschlag, wie auch Sie eine höhere Berufszufriedenheit erreichen könnten... [mehr] (Quelle: tagesschau.de)
24. Januar 2007
Wandel der Zeiten
Von
Jens
um
19:42
Wir haben in Mailand eine Fallstudie zur Einführung einer amerikanischen Fast-Food-Marke in Korea gemacht. Erkenntnis dabei war, dass auch in Korea Fast Food sehr populär und McDonald's mit Abstand Marktführer ist. Dies dürfte also zu einem nicht unwesentlichen Teil Grund für den Rückgang sein. Zwar wird in koreanischen McDonald's ein Kimchi-Burger und Bulgogi-Burger verkauft, um sich an den lokalen Gaumen anzupassen, Reis wird jedoch nicht angeboten - schlechte Zeiten für Reisbauern.Das "National Statistic Office" gab am 18.01. bekannt, dass der jährliche durchschnittliche Reiskonsum der Koreaner abnimmt. Im Jahr 2006 lag der Reiskonsum pro Person bei 78,8 kg, was einen Rückgang von 2,4% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Seit 2001 (5,0%) ist dies der prozentual größte Rückgang. Noch vor 10 Jahren (1996) betrug der durchschnittliche Reiskonsum 104,9 kg.
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24. Dezember 2006
4. Dezember 2006
Accident de voyageur
Von
Jens
um
18:54
Erster Tag in Paris. Zweite Runde des Kulturtrainings an der Sciences Po. Ich habe verschlafen und hetze zur Metro. Zwei Vollbremsungen der Linie 4 bis Raspail. Warum auch immer, keine Erklärung. Dann Umsteigen in die Linie 6 nach St.-Germain-des-Près. Einfahrt in den Bahnhof Vavin. Vollbremsung. Jetzt gehen alle Lichter im Zug aus, die Türen bleiben geschlossen. Eine hastige Durchsage "...patientez s. v. p." - ein Mann rennt den Bahnsteig herunter, schlägt eine Glasscheibe ein, zieht den Notfallgriff und brüllt in sein Funkgerät. Anscheinend der Zugfahrer. Wir sitzen im Abteil, beobachten aus unserer Gefangenschaft die am Gleis stehenden Fahrgäste, die alle in Richtung Zugspitze schauen. Eine weitere Durchsage "...tentative de suicide...". Warten. Dann endlich die letzte Durchsage: "...la personne n'a pas été blessé.". Lichter gehen wieder an, der Zug wird ein Stück weitergefahren, Türen lassen sich wieder öffnen, es wird ein- und ausgestiegen. Beim Verlassen des Bahnhofs sehe ich eine ältere Dame, die verzweifelt aussieht und redet, während ihr ein Mann Luft zufächelt und ein anderer zuredet. Vor mir wird gesagt, die hätte auf den Schienen gelegen und als sie nicht überfahren wurde, sich nicht mehr bewegt.
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Paris
1. Dezember 2006
Gut zu Vögeln?
Von
Jens
um
20:05
Als wäre der verdammte Atomwaffentest im Norden nicht schon genug, worum man sich Sorgen machen könnte, muss jetzt auch noch die Vogelgrippe erneut in Südkorea ausbrechen. Nachdem bis März 2004 über fünf Millionen Tiere geschlachtet wurden, lassen die Behörden ab sofort weitere 500.000 Hühner und Enten schlachten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nur gut, dass bisher noch nichts von einer für den Menschen gefährlichen Hundegrippe bekannt geworden ist, denn sonst könnte man da unten ja gar nichts mehr essen.
Allerdings verspricht wieder einmal Koreas Wunderwaffe Kimchi Hilfe. Wie Wissenschaftler von der Seoul National University herausgefunden haben, überlebten 11 von 13 mit dem Grippevirus infizierten Hühnern, nachdem man ihnen Kimchi-Extrakt verabreicht hatte. Ich sehe hervorragende Exportchancen für die koreanische Wirtschaft: Wann endlich wird es hier Kimchi-Brausetabletten zur Prävention zu kaufen geben?
29. November 2006
Vorfreude
Von
Jens
um
03:53
Worauf ich mich freue in Korea: das Essen. Unter anderem natürlich. Hier ein paar Seiten, durch die ich mich gelegentlich einstimmen lasse:
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koreanisches Essen
18. November 2006
Neu: Koreanisch lernen & üben
Von
Jens
um
02:21
17. November 2006
Fernunterricht
Von
Jens
um
02:58
Nachdem ich mich langsam von den Strapazen der Intensivschulung in London erholt habe, durfte ich gleich wieder die Bücher aufschlagen und für meine One-on-one-tutorials lernen. Einmal pro Woche wird mich Sinae jetzt bis zum nächsten Sprachkurs im Februar anrufen und mit mir das Gelernte wiederholen und neuen Stoff erarbeiten. Sinae ist eine Koreanerin, die seit zehn Jahren in London lebt und uns an der SOAS unterrichtet hat. Irgendwie komisch, ich fühle mich in die Schulzeit zurückversetzt. Ich musste Koreanisch-Lektionen aus dem Internet vorlesen und habe natürlich wie ein Erstklässler gestottert. Danach haben wir Grammatik-Übungen gemacht und ich wurde freundlich, aber bestimmt korrigiert. Schließlich gab's Hausaufgaben, die ich bis Montag gemacht haben muss, weil Sinae dann wieder anruft.
P.S.: Den Test am Samstag habe ich übrigens bestanden.
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London
11. November 2006
Der Test
Von
Jens
um
21:59
Eben in der Klasse sind wir noch mal die wichtigsten Themen durchgegangen und eigentlich ist es gar nicht schlecht, was wir in der kurzen Zeit gelernt haben. Theoretisch kann ich jetzt kurze Sätze bilden, Fragen stellen, Datum und Uhrzeit sagen und am Telefon nach jemandem fragen. In der Praxis klingen die Wörter aber alle verdammt ähnlich bzw. werden fast genau gleich geschrieben. Mit ausreichend viel Zeit kann ich aber einen Text wie den folgenden lesen. Verstehen nicht unbedingt, denn ich habe es in den vergangenen Tagen leider nicht hinbekommen, alle Vokabeln zu lernen. Aber das wird ja auch Bestandteil des Online-Tutorings. Wird schon werden.
Ach ja: Viel Spaß beim Karneval feiern! Alaaf!
10. November 2006
Live from London
Von
Jens
um
03:16
Wir haben taeglich sechs Zeitstunden Intensivunterricht (Schreiben lernen, Hoerverstehen trainieren, Vokabeln aufnehmen, Grammatik ueben) und da man sich viel fuer uns vorgenommen hat, bekommen wir taeglich unter anderem eine Vokabelliste von etwa 50 - 100 Woertern, welche wir am naechsten Tag beherrschen sollen. Dummerweise ist aber aufgrund des Pensums nicht genug Zeit, um alles nach dem Unterricht zu wiederholen, so dass ich von Tag zu Tag ein groesseres Defizit aufbaue und die Frustration zunimmt. Den anderen geht es genauso, so dass die Stimmung in den Gruppen nicht gerade euphorisch ist. Eine der Italienerinnen hat mir erzaehlt, dass sie nachts schon nicht mehr schlafen kann und vollkommen fertig ist. Das gemeinsame Programm nach Feierabend ist dementsprechend. Naemlich nicht vorhanden. Ab naechster Woche habe ich eine Stunde pro Woche Online-Tutoring - mal sehen, ob da der Berg groesser oder kleiner wird. Ich freue mich jedenfalls schon auf den naechsten Aufenthalt in Paris, da wird es sicher etwas entspannter. Muss vorher nur noch das 500-seitige Geschichtsbuch durchlesen und ein Essay schreiben...
3. November 2006
Bilder aus Nordkorea
Von
Jens
um
21:44
Von einem Russen namens Артемий Лебедев sind diese interessanten Bilder aus Nordkorea. Ich kann leider kein Russisch, finde sie aber sehr ansprechend und meist selbsterklärend.
Serie I
Serie II
Serie III
Serie IV
Serie V
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Nordkorea
Lange Haare, kurzer Verstand
Von
Jens
um
19:38
Aha. Scheint so, als ob hier eine neue Möglichkeit zur Einsparung von Nahrungsmitteln aufgetan wurde.
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Nordkorea
2. November 2006
Legalize it!
Von
Jens
um
20:30
Diese Nachricht kündigt von der Befreiung der koreanischen Frauen vom Patriarchat:
Das seit Jahren geduldete Tragen von Miniröcken wird in Südkorea bald auch ganz offiziell erlaubt sein. Die Regierung in Seoul plant die Abschaffung des Minirock-Verbots und anderer veralteter Gesetze, wie die Zeitung "South Korean Times" unter Berufung auf die Polizeibehörde berichtet. Während der Militärdiktatur in den 1970er Jahren leistete sich das asiatische Land eine "Modepolizei", die auf der Straße nach zu kurzen Damenröcken oder zu langen Herrenhaaren Ausschau hielt.
Das Gesetz, wonach das Zeigen von zu viel Haut in der Öffentlichkeit als unanständiges Zurschaustellen strafbar ist, wurde bereits seit Jahren nicht mehr angewendet. Ebenfalls auf der Streichliste steht das Gesetz, das falsches Schornsteinreinigen unter Strafe stellt. Auch die mangelhafte Buchführung in Leihhäusern soll aus dem Strafregister verschwinden. Seit dem Ende der Diktatur in Südkorea 1987 wurden bereits die meisten der während der Diktatur geltenden geringfügigen Straftaten gestrichen.
Naja, vielleicht einem ersten Schritt dazu. Danke, Dirk! Und wer wissen will, welche Mode in Südkorea heutzutage toleriert wird, der schaut einfach mal hier.
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Südkorea
27. Oktober 2006
Der Schlächter von Pyöngyang
Von
Jens
um
16:05
The horrifying crimes of Kim Jung Il are described in Jasper Becker's recent book Rogue Regime (2004, pictured on the left), the news magazine Der Spiegel made an interesting review of it.
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Nordkorea
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